Masern-Ausbruch in München: Nicht immune Gäste dieser McDonald's-Filiale in Gefahr

Nach dem Ausbruch von Masern in München ruft das Referat für Gesundheit und Umwelt in der bayerischen Landeshauptstadt Gäste einer McDonald’s-Filiale auf, sich bei der Behörde zu melden.

Hintergrund ist die Erkrankung einer Person. Diese hielt sich am Montag, den 4. März, und am Mittwoch, den 6. März, jeweils zwischen 11 und 19 Uhr in dem McDonald’s-Restaurant in der Wasserburger Landstraße 52 in München-Trudering auf. Nach stern-Informationen handelt es sich bei der infizierten Person um einen Mitarbeiter der Fastfood-Kette.

Masern können tödlich enden

Gäste, die in dem entsprechenden Zeitraum das Schnellrestaurant besucht haben und weder gegen Masern geimpft sind noch die Erkrankung durchgemacht haben, könnten dem Amt zufolge nun selbst an Masern erkranken. 

Die betreffenden, nicht immunen Personen werden aufgefordert, sich unter der Telefonnummer (089) 23347809 zu melden, damit sie sich über die Risiken informieren können. Zudem handelt es sich bei Masern um eine meldepflichtige Krankheit.

Die Symptome der Virusinfektion sind laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hohes Fieber, Husten und Schnupfen sowie Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen-Bindehaut. Nach einigen Tagen bildet sich ein Hautausschlag, der im Gesicht und hinter den Ohren beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Der Ausschlag geht mit einem erneuten Fieberanstieg einher und geht nach drei bis vier Tagen wieder zurück. Dabei kann es zu einer Schuppung der Haut kommen. Da durch die Krankheit das Immunsystem geschwächt wird, können weitere Komplikationen mit dem Ausbruch einhergehen, zum Beispiel eine Gehirnentzündung. Sie kann tödlich verlaufen oder schwere Behinderungen zur Folge haben. Nach mehreren Jahren kann eine fortschreitende Entzündung von Gehirn und Nervensystem auftreten. Sie verläuft tödlich.

Impfgegner widerlegt

Im vergangenen Jahr wurden dem zuständigen Robert Koch-Institut 543 Masernfälle in Deutschland gemeldet, der fünftniedrigste Wert seit Beginn der Meldepflicht 2001.

Zuletzt forderte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin eine Impfpflicht gegen die gefährliche Erkrankung. Das von sogenannten Impfgegnern angeführte angebliche Argument, eine entsprechende Impfung könne Autismus entstehen lassen, sei durch Studien widerlegt. „Je besser die Durchimpfungsrate ist, desto sicherer ist das Leben, gerade für die Kleinsten unter uns“, so die Gesellschaft in einer Mitteilung.

Quellen: Stadt München, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Masern, Robert-Koch-Institut zu Masern, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin

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