Umstieg auf eine vegane Ernährung: 5 Tipps helfen, es durchzuziehen

Kleiner Spoiler vorweg: Es ist alles gar nicht so schwer! Viele Menschen machen zu Beginn einer veganen Ernährung nur oft die gleichen Fehler: zu hohe Ansprüche, zu viel Ungeduld und manchmal glaubt man einfach, die ganze Welt an einem Tag retten zu müssen.

„Für Soja wird auch Regenwald abgeholzt“ oder „Das ist doch mega ungesund“ – Sätze, die wohl jeder vegan lebende Mensch kennen dürfte. Nicht nur die Ernährung an sich stellt für viele eine große Herausforderung dar – auch die Integration in das eigene soziale Umfeld kann als frisch gebackene:r Veganer:in ein Kraftakt sein. Fünf Tipps, wie Menschen um Sie herum vegan-toleranter werden und Sie sich selbst nicht übernehmen.

1. Step by Step! Keiner wird als Profi geboren

Auch, wenn der Antrieb für eine rein vegane Ernährung aus plötzlichem Schmerz über diese ungerechte Welt kommen mag, sind Hals-über-Kopf-Entscheidungen kein guter Anfang. Wer von heute auf morgen sein gesamtes Leben einfach umkrempeln will, wird sehr wahrscheinlich überfordert sein und damit eher scheitern. Deshalb ist hier Geduld angesagt! Geben Sie Ihrem Körper die Chance, sich langsam an die Umstellung zu gewöhnen: Diese Woche wird die Salami auf dem Abendbrot ersetzt, nächste Woche der Käse auf der Pizza und übernächste das Ei im Kuchen.

2. Besserwisser:innen hat noch keiner gemocht – vor allem keine besserwissenden Veganer:innen

Der Veganismus verleitet wie wahrscheinlich viele Lebensphilosophien schnell dazu, im Dogma zu enden. Allerdings wird man andere nicht überzeugen, indem man sie pausenlos belehrt oder ihnen ein schlechtes Gewissen einredet. Versuchen Sie lieber das Ganze mit etwas Humor zu nehmen: „Kill the haters with kindness – and delicious food“, heißt da die Zauberformel. Kleine Sticheleien gegen gegen den Konsum von tierischen Produkten verkaufen sich besser, wenn sie in einem guten Witz verpackt sind und mit einem Schmunzeln aufgenommen werden.

3. Erbsen, Bohnen, Linsen,…

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… bringen auch Sie zum Grinsen! Und die sind entgegen des Vorurteils bei einer veganen Ernährung gar nicht so schwer in den Alltag zu integrieren. Proteindefizite seien in der westlichen Hemisphäre ziemlich selten, so Katy Beskow, Langzeitveganerin und Autorin von drei Bestseller-Kochbüchern. „Es geht nur darum, ein paar Proteine zu kombinieren, wie Bohnen, Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse.“ Anfangen könne man mit einer Handvoll gerösteter Pinienkerne auf der Pasta.

4. Probieren geht über studieren

Am besten überzeugt sich jeder selbst. Anstatt beim Dinner ständig zu sagen: „Sorry, ich darf das nicht essen“, beeindrucken Sie Ihr Umfeld doch einmal aktiv mit Ihren Kochkünsten. Eine selbstgemachte vegane Kleinigkeit macht sich auf jeder Gartenparty gut! Und wenn Ihre Kochfähigkeiten nicht allzu überzeugend sind, dann inspirieren Sie Ihren Freundeskreis mit veganen Rezepten. So gehen Sie aktiv auf Ihre Freund:innen zu und bieten an, das neue Terrain des Veganismus gemeinsam zu erkunden.

5. Weg von absoluten Verboten: Veganismus soll Spaß machen

Getty Images/iStockphoto Immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch oder sogar vegan. Trotzdem halten sich einige Vorurteile zur fleischlosen Ernährungsweise hartnäckig.

Last but not least sind wir alle Menschen und daran wird sich so schnell nichts ändern – nicht einmal als Veganer:in! Ist man zu streng zu sich, dann kehren sich all die guten Vorsätze schnell in fatale Fressattacken um. Deshalb seien Sie ehrlich zu sich. Setzen Sie sich intensiv mit der Frage auseinander, warum Sie Veganer:in geworden sind und rufen Sie sich das immer wieder ins Gedächtnis. Und, wenn Sie Omas Eierlikör-Kuchen einmal zu sehr anlacht, dann essen Sie ein Stück! Und wenn Sie damit glücklich sind, dann auch noch ein zweites! Es geht nicht darum alles oder nichts zu geben – es geht darum, einen ganz individuellen Beitrag für eine bessere Welt aber besonders für sich selbst zu leisten.   

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