BBQ-Burger, Curry oder Tee: Was sich aus überreifen Bananen noch zaubern lässt

Sie liegen in Obstkörben, überall in Deutschland: Bananen, die so viele braune Punkte und Flecken aufweisen, dass sie als Proviant für den Arbeitstag nicht mehr richtig in Frage kommen.

„Bei Bananen ist Resteverwertung besonders wichtig“, findet die . „Bananen wachsen schließlich nicht regional, sondern werden importiert, wobei das Geschäft oft auf dem Rücken der Erzeuger ausgetragen wird.“

Grund genug also, auch mit der ollen Banane wertschätzend umzugehen. Doch: Was macht man aus Bananen, die ihre beste Zeit schon hinter sich haben – abgesehen von Bananenbrot und Smoothies?

Einfach mit süßem Gemüse kombinieren

Die Banane ist herrlich süß – kein Wunder, dass die meisten Menschen sie nicht auf dem Schirm haben, wenn es um Hauptgerichte geht. Dabei schließen sich Bananen und herzhafte Speisen keinesfalls aus.

„Generell gilt: Die Banane passt gut zu Gemüsesorten, die selbst eine gewisse Süße in sich tragen. Dazu zählen etwa Möhren, Süßkartoffeln oder Kürbis“, erklärt die Kochbuchautorin Veronika Pichl.

Schnell und lecker: Bananen-Curry oder -Suppe

Sie empfiehlt, Reste-Bananen in einem Hähnchen-Curry zu verarbeiten. Dafür brät sie Hähnchenfleisch, Bananenscheiben und etwas Gemüse an und gießt die Zutaten anschließend mit Kokosmilch und Gemüsebrühe auf.

Kräftige Gewürze wie Curry und Chiliflocken schaffen einen Kontrast zur süßen Banane. „Das Curry hat eine schöne Sämigkeit, ist fix gemacht und passt super zu Reis“, so Veronika Pichl.

Genauso schnell steht eine Bananensuppe auf dem Tisch. Dafür werden Bananenscheiben, gewürfelte Zwiebeln und Curry im Topf angedünstet, mit Gemüsebrühe und Kokosmilch abgelöscht und anschließend püriert. Erdnüsse oder Cashew-Kerne sorgen als Topping für etwas Crunch.

Reife Bananen geben eine natürlichen Süße

Perfekt für den letzten Grill-Nachmittag im Herbst ist ein Bananen-Kürbis-Relish, eine Würzsoße, die zu gegrilltem Fleisch und Gemüse passt.

Dafür würfelt Pichl Bananen, Kürbis und Zwiebeln und kocht die Zutaten mit Knoblauch, etwas Zucker, Apfelsaft und Essig ein, bis ein stückiges Püree entsteht. „Der Vorteil an reifen Bananen ist, dass sie recht viel Fruchtzucker enthalten, sodass man beim Relish nur wenig Zucker braucht“, so Veronika Pichl.

Schärfe plus süße Banane werden zum leckeren Dip

Zum BBQ oder Raclette passt ebenfalls ein Bananendip. Dafür verrührt Pichl 100 Gramm Joghurt, 50 Gramm Schmand und eine zerdrückte Banane. Auch hier sorgen Chili und Curry für den letzten Schliff. „Schärfe passt einfach gut zur süßen Banane“, schwärmt Veronika Pichl.

Wer mutig ist, kann sich auch an die Schale wagen. „Viele Menschen wissen gar nicht, dass Bananenschalen essbar sind“, sagt Hoffmann. Wichtig ist dabei, zu Bananen aus Bio-Anbau zu greifen. So lässt sich sicherstellen, dass die Schalen nicht Schadstoffen belastet sind.

„Als ich in einer Rezepte-Gruppe im Internet entdeckt habe, dass man aus Bananenschalen ein vegetarisches Pulled Pork machen kann, war ich erst ziemlich skeptisch“, berichtet die . „Doch: Es schmeckt tatsächlich!“

Bananenschale für vegetarisches Pulled Pork

Für das Pulled Pork kommen sowohl gelbe als auch bereits braune Bananenschalen in Frage, wobei die reiferen laut Leber stärker nach Banane schmecken. Pro Burger verwendet Leber zwei Bananen. Die Schalen wäscht sie zunächst gründlich, ehe sie das Fruchtfleisch komplett herauskratzt.

„Anschließend werden die Schalen mithilfe in Fasern gezogen, was mit einer Gabel gut funktioniert. Die Streifen werden dann in einer Mischung aus geräuchertem Paprikapulver, Senf, Zwiebel- und Chilipulver, Knoblauch und Kreuzkümmel mariniert“, erklärt Leber.

Sind die Bananenschalen etwas durchgezogen, kommen sie mit einigen Esslöffeln Wasser in die Pfanne. Dort köcheln sie etwa fünf bis zehn Minuten. Dabei gilt: „Je reifer die Banane, desto schneller geht’s.“

Im letzten Schritt kommt noch ein kräftiger Schuss Barbecue-Soße dazu. „Nun ist das Pulled Pork fertig – und kann mit etwas Krautsalat auf einem Burger serviert werden“, sagt Leber.

So werden Bananenschalen zu schmackhaftem Tee

Es gibt aber auch eine süße Idee für die Schalen: Für einen Bananentee trocknet Veronika Pichl Bananenschalen bei 60 bis 70 Grad im Ofen. „Dabei werden die Schalen dunkel und hart, sodass man sie brechen kann“, erklärt sie.

In diesem Zustand lassen sich die Schalen zu bröseligem Pulver verarbeiten, dass man dann einfach mit grünem Tee oder Kräutertee in den Teefilter geben und heiß aufgießen kann.

Deutsche Presse-Agentur (dpa)

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