Ernährung: Käse ist gesünder als man denkt

Eins vorweg: Natürlich ist es nicht gut, wenn man jeden Tag tonnenweise Käse isst.

In Maßen konsumiert, kann das Molkereiprodukt den Körper jedoch mit wichtigen Vitaminen und Mineralien versorgen.

Aus diesem Grund empfehlen Gesundheitsexperten, Käse mit in den Ernährungsplan aufzunehmen.

„Käse wird oft dämonisiert, weil er reich an Kalorien, Fett, gesättigten Fettsäuren und Salz ist, aber er enthält auch eine Vielzahl anderer Nährstoffe“, erklärt Ernährungs-Expertin Juliette Kellow gegenüber der englischen Zeitung ‚Express‘.

„Es ist allgemein üblich, Lebensmittel in ‚gut‘ und ’schlecht‘ zu unterteilen, wenn man über Diät und Ernährung spricht. Das hat dazu geführt, dass viele Nahrungsmittel einen schlechten Ruf haben – sogar solche, die zu 100 Prozent natürlich sind, wie Käse “, fügt Ernährungswissenschaftler Rob Hobson hinzu.

Käse ist gut für die Zähne

Käse hat einen hohen Kalziumgehalt, der für gesunde Knochen und Zähne unerlässlich ist. Laut dem Zahnarzt Bill Schaeffer unterstützt Käse die Zahnbildung und trägt zu einem starken Kieferknochen bei.

Darüber hinaus helfe Käse dabei, den pH-Wert im Mund zu senken und Plaque zu bekämpfen.

„Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von Käse nach einem zuckerhaltigen Snack dazu beitragen kann, dass sich der pH-Wert des Speichels schneller wieder normalisiert und sich somit das Kariesrisiko verringert“, erklärt Schaeffer.

„Wenn es um die Gesundheit der Zähne geht, so würden wir unsere Patienten lieber nach Käse greifen sehen als nach einem angeblich gesunden Fruchtsaftgetränk“, betont der Zahnarzt.

Käse enthält lebenswichtige Vitamine

Je nach Käsesorte enthält das Nahrungsmittel unterschiedliche Vitamine, darunter Vitamin A, B2, B6, B12, D und K. Sie alle sind für den Körper lebenswichtig.

Vitamin A unterstützt zum Beispiel das Immunsystem und Vitamin B2 hilft dabei, Haut, Augen und Nervensystem gesund zu erhalten.

Vitamin B6 ist hingegen für die Bildung von Hämoglobin notwendig, B12 ist an der Produktion von roten Blutkörperchen beteiligt und Vitamin D hilft dabei, das Kalzium im Körper zu regulieren.

Zu guter Letzt wäre da noch Vitamin K, das für die Blutgerinnung benötigt wird und dafür sorgt, dass Wunden richtig heilen können.

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Käse ist eine gute Proteinquelle

Außerdem ist Käse eine gute Proteinquelle. Eiweiß wird für den Aufbau von Gewebe, Zellen und Muskeln sowie für die Bildung von Hormonen und Antikörpern gebraucht.

Über die Frage, welcher Käse besonders gut als Proteinlieferant geeignet ist, gibt es Uneinigkeit: Panayis Manuelides, Geschäftsführer der Feinkostfirma ‚Odysea‘, empfiehlt zum Beispiel Fetakäse als gute Eiweißquelle – und auch wegen seines geringeren Fettgehalts im Vergleich zu anderen Käsesorten.

Andere Experten raten hingegen zu Quark, weil dieser einen besonders hohen Proteingehalt habe und alle essentiellen Aminosäuren, die der Körper benötigt, enthalte.

Kellow meint, dass man in jedem Fall zu fettreduziertem Käse greifen soll, um die Aufnahme gesättigter Fette gering zu halten. Ein geringer Fettgehalt wirke sich nicht negativ auf den Nährstoffgehalt aus – die einzige Ausnahme sei Vitamin A, das in fettarmen Produkten weniger hoch konzentriert sei.

Die in Großbritannien empfohlene Menge Käse liegt im Übrigen bei 30 Gramm pro Tag, was etwa der Größe einer Streichholzschachtel entspricht.

Die Behörden raten, zwei bis drei Portionen fettarmer Milchprodukte täglich zu sich zu nehmen.

Judith Kerstgens

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