1839 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der Todesfälle steigt überraschend zweistellig

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff: Die Zahl der Ansteckungen mit dem Virus steigt fast überall wieder an – in Deutschland entstehen immer wieder neue Infektionsherde. In den USA sind bislang bereits 200.000 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

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Topmeldungen zur Corona in Deutschland und der Welt:

  • 772 Corona-Tote an einem Tag in Europa – Spanien meldet höchste Zahl an Todesfällen seit Anfang Mai (06.54 Uhr)
  • Medienbericht: Neue Test- und Quarantänestrategie verzögert sich um mindestens einen Monat (06.13 Uhr)
  • 1839 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der Todesfälle steigt überraschend zweistellig (19.10 Uhr)

Bayerns Gesundheitsministerin räumt ein: Kontrolle der neuen Verordnung schwierig

08.10 Uhr: Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat einen Tag nach dem Erlass der neuen Corona-Verordnung für Bayern an die Bürgerinnen und Bürger des Landes appelliert, sich an die Verordnung zu halten. Diese sieht vor, dass sich nur noch maximal fünf Menschen treffen dürfen, sowohl im öffentlichen, als auch im privaten Bereich. Dass die Kontrolle von Letzterem eher schwierig umzusetzen ist, räumte Huml nun laut "Bayerischem Rundfunk" ein. dpa/Sven Hoppe/dpabild Melanie Huml (CSU) spricht auf einer Pressekonferenz.

"Wenn es um die Kontrolle geht, dann ist es richtig, dass wir natürlich im privaten Bereich nicht genau und ständig nachschauen können und wollen", sagte sie dem Sender zufolge in einem Interview mit "radioWelt". Stattdessen sieht sie die Menschen untereinander in der Verantwortung, sich gegenseitig zu kontrollieren und anderen auch mitzuteilen, wenn beispielsweise jemand seine Maske nicht trägt.

TOP-NEWS: 772 Corona-Tote an einem Tag in Europa – Spanien meldet höchste Zahl an Todesfällen seit Anfang Mai

06.54 Uhr: Mehr als 10.000 neue Corona-Fälle meldete Spanien am Dienstag. Doch noch brisanter: Die Zahl der Todesfälle lag mit 241 laut Worldometers so hoch wie seit dem 6. Mai nicht mehr. Bereits letzte Woche hatte es Anstiege zwischen 150 und 240 Toten gegeben, am Wochenende war die Zahl auf etwas mehr als 50 pro Tag zurückgegangen. Die aggregierte Kurve der Todesfälle in Spanien steigt nach einer langen Phase der Beinahe-Stagnation nun wieder klar sichtbar an. Worldometers

Auch Frankreich meldete zuletzt wieder erhöhte Todeszahlen. Am Dienstag starben in dem Land laut Worldometers 78 Menschen am Coronavirus. Insgesamt gab es laut Worldometers gestern 772 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Europa. Das sind die 20 Länder mit den meisten Todesfällen am Dienstag. Worldometers

TOP NEWS: Medienbericht: Neue Test- und Quarantänestrategie verzögert sich um mindestens einen Monat

06.13 Uhr: Die neue Test- und Quarantänestrategie der Bundesregierung, die am 27. August von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen worden war, wird wohl nicht wie geplant Anfang Oktober greifen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Verweis auf Regierungskreise. Die neue Strategie sieht vor, die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten durch eine verpflichtende Quarantäne von mindestens fünf Tagen zu ersetzen. Ein mitgebrachter negativer Corona-Test würde demnach nicht mehr ausreichen, um die Quarantäne zu umgehen.

Die Voraussetzung für den Start Anfang Oktober sei allerdings gewesen, dass die Gesundheitsämter technisch in der Lage sein sollten, die Rückkehrer aus Risikogebieten nachzuverfolgen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist das jedoch nicht für Anfang Oktober realisierbar, sondern sei frühestens Anfang November möglich. Das bedeute, die Herbstferien-Reisenden könnten sich weiterhin mit einem negativen Corona-Test von der Quarantäne befreien. dpa/Frank Rumpenhorst/dpabild Menschen warten am Frankfurter Flughafen auf einen kostenlosen Corona-Test.

Covid-Patient in Mexiko bekommt neue Lunge

21.40 Uhr: In Mexiko ist nach Angaben eines Krankenhauses eine Lungentransplantation bei einem Covid-19-Patienten geglückt. Nach einer Mitteilung vom Dienstag war der 55-Jährige bereits am 31. August im Privatkrankenhaus Christus Muguerza in der Stadt Monterrey sieben Stunden lang operiert worden. Er war demnach zuvor 52 Tage lang künstlich beatmet worden, nachdem er im Juni erkrankt war.

"Ohne die Transplantation war die Lebenserwartung des Patienten null", wurde der Chirurg Manuel Wong Jaén zitiert. Der Mann befinde sich auf dem Weg der Genesung. Er werde eine praktisch normale Lebensqualität haben.

Nach Angaben der Klinik soll es sich bei der OP um die erste erfolgreiche Lungentransplantation an einem Covid-19-Patienten in Lateinamerika gehandelt haben. Im Mai war in Wien die erste Lungentransplantation an einer Covid-Patientin in Europa geglückt. Auch in den USA hat es das schon gegeben.

Putin wirbt für russischen Impfstoff – und bietet UN-Mitarbeitern Kostenlos-Impfung an

19.40 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei den Vereinten Nationen für den ersten Impfstoff seines Landes gegen das Coronavirus geworben. Russland sei bereit, kostenlos alle UN-Mitarbeiter mit dem Vakzin impfen zu lassen, sagte Putin in einer am Dienstag bei der Generalversammlung in New York gezeigten Videoansprache. Russland sei es als erstem Land der Welt gelungen, einen Impfstoff zu registrieren, betonte Putin. Der Kremlchef schlug auch eine Online-Konferenz auf höchster Staatsebene für Länder vor, die an einer Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Impfstoffs interessiert seien. dpa/Karl-Josef Hildenbrand/dpa Russlands Präsident Vladimir Putin wirbt bei den Vereinten Nationen für den ersten Impfstoff seines Landes. (Symbolbild)

Die Corona-Pandemie bezeichnete er als große Herausforderung für die Menschheit. Die Experten müssten zwar noch das ganze Ausmaß der Folgen der Krise und des «sozial-wirtschaftlichen Schocks» bewerten. "Aber schon jetzt ist offensichtlich, dass es lange, sehr lange dauern wird, um die globale Wirtschaft wieder aufzubauen", sagte er.

TOP-NEWS: 1839 Neuinfektionen in Deutschland – Zahl der Todesfälle steigt überraschend zweistellig

19.10 Uhr: Die Zahl der positiven Corona-Tests in Deutschland ist am Dienstag um 1839 auf 274.978 gestiegen. Das geht aus den Zahlen der Landesgesundheitsämter hervor. Damit bleibt die Zahl der Neuinfektionen an den Wochentagen konstant hoch. Besonders viele neue Fälle verzeichnen wie in den Vorwochen bereits NRW (+521) und Bayern (+448).

Die Zahl der Todesfälle ist am Dienstag ungewöhnlich deutlich um 13 auf 9374 gestiegen. Sie hatte sich seit Monaten bis auf eine einzige Ausnahme immer im einstelligen, teils niedrigen einstelligen Bereich bewegt. Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg verzeichnen mit 3 neuen Corona-Toten die höchsten Zuwächse.

Die Zahl der aktiven Fälle wuchs am Dienstag um 326 auf 21.904. Die Zahl der Intensivbetten, die laut DIVI-Intensivregister von Covid-19-Patienten belegt werden, stieg um 11 auf 279.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 47.583 (+237) / 1874 Todesfälle (+3)
  • Bayern: 65.516 (+448) / 2649 Todesfälle (+2)
  • Berlin: 13.373 (+117) / 228 (+1)
  • Brandenburg: 4146 (+23) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2250 (+27) / 59 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 7290 (+61) / 239 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 17.757 (+120) / 545 Todesfälle (+1)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1133 (+11) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 18.995 (+73) / 670 Todesfälle (+1)
  • Nordrhein-Westfalen: 65.751 (+521) / 1848 Todesfälle (+3)
  • Rheinland-Pfalz: 10.201 (+54) / 248 Todesfälle (+1)
  • Saarland: 3296 (+12) / 176 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6796 (+76) / 226 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2473 (+13) / 67 Todesfälle (+1)
  • Schleswig-Holstein: 4460 (+26) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3958 (+20) / 189 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 22.09.2020, 19.10 Uhr): 274.978 (9374 Todesfälle)

Vortag (Stand 21.09.2020, 18.53 Uhr): 273.139 (9361 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 243.700

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 21.904 (+326)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand 22.09.): 0,92 – (Vortag: 1,06)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 279 (+11)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 152 (+4)

TOP-NEWS: Mehr als 200.000 Corona-Tote in den USA

17.43 Uhr: Trauriger "Meilenstein" in den USA: Laut Zahlen der Johns Hopkins University sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen in den USA am Coronavirus gestorben. Genauer gesagt 200.005.

Das sind mehr als 20 Prozent der auf der Welt gestorbenen Covid-19-Patienten. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land rund 6,86 Millionen Infektionsfälle bestätigt – auch das ist ein internationaler Höchstwert. Michael Nagle/XinHua/dpa

TOP-NEWS: Großbritannien meldet so viele Neuinfektionen wie seit vier Monaten nicht mehr

17.41 Uhr: In Großbritannien sind so viele Corona-Neuinfektionen gemeldet worden, wie seit mehr als vier Monaten nicht mehr. Das berichtet "Sky News". Demnach lag die Zahl der gemeldeten neuen Fälle am Dienstag bei 4926.

Premierminister Boris Johnson will sich um 21 Uhr deutscher Zeit in einer TV-Ansprache an die Nation wenden. Dabei geht es vor allem um schärfere Maßnahmen und Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.   
 

Corona in Deutschland: Remscheid empfiehlt Mundschutz für gesamtes Stadtgebiet

17.32 Uhr: Die Stadt Remscheid empfiehlt Bürgern in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In den vergangenen sieben Tagen sei es zu 52,05 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen, teilte die Stadt den aktuellen Stand vom Dienstag mit. Man habe damit erstmals die kritische Schwelle von 50 übersprungen. Die Stadt könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der gesamten City aber nicht anordnen, sondern nur empfehlen, erläuterte eine Sprecherin nach einer Sitzung des Krisenstabs.

Die bergische Stadt mit rund 114.000 Einwohnern setzt zudem auf mehr Aufklärung – auch auf eine gezielte, mehrsprachige Informationskampagne – und auf weitere Kontrollen. Man werde Verstöße konsequent mit Bußgeldern ahnden, um gegen die Pandemie anzukämpfen.

Das Robert Koch-Institut hatte kurz zuvor am Dienstagmorgen eine sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz von "nur" 36,9 gemeldet. Die Zahlen differieren teils deutlich, weil die Meldewege und in der Praxis auch die Meldezeiten unterschiedlich ausfallen, erläuterte die Stadt-Sprecherin. Wird in einer Stadt oder in einem Kreis die 50er-Grenze überschritten, sieht die Corona-Schutzverordnung in NRW "zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen" vor.

Spahn warnt: Keine Schnellzulassung bei Corona-Impfstoff

17.28 Uhr: Eine Schnellzulassung bei einem Corona-Impfstoff wird es nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht geben. Schnelligkeit sei nicht die Hauptpriorität bei der Entwicklung, sondern Sicherheit und Wirksamkeit, sagte Spahn am Dienstag in Frankfurt am Main. Der Minister betonte, es werde ein freiwilliges Impfangebot geben. Er sei sicher, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung ausreiche. dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, spricht bei einer Pressekonferenz.

Spahn startete in einem Industriepark im Stadtteil Höchst einen Testlauf einer Anlage zur sterilen Abfüllung eines künftigen Impfstoffs des französischen Herstellers Sanofi. Der Impfstoff wird derzeit getestet, mit Ergebnissen wird Anfang Dezember gerechnet. Weltweit sind Unternehmen dabei, Impfstoffe zu entwickeln.

Sicherheitsmann von Ratspräsident Michel mit Corona infiziert: EU-Gipfel wird verschoben

17.11 Uhr: EU-Ratspräsident Charles Michel hat den für Donnerstag und Freitag geplanten Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs auf Anfang Oktober verschoben. Dies teilte sein Sprecher Barend Leyts am Dienstag auf Twitter mit. Er verwies auf eine Covid-19-Infektion bei einem von Michels Sicherheitsleuten.

TOP-NEWS: "Gefährlicher Wendepunkt": Boris Johnson kündigt schärfere Corona-Regeln für England an

15.09 Uhr: Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien verschärft Johnson für England erneut die Schutzvorkehrungen. Pubs und Restaurants sollen von Donnerstag an spätestens um 22 Uhr schließen. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein.

Die Regierung weitet zudem die Maskenpflicht aus: Auch in Taxis oder Geschäften soll das Maskentragen künftig verpflichtend sein, genauso wie in Pubs oder Restaurants, wenn man sich gerade nicht an seinem Sitzplatz befindet. Hochzeiten sind nur noch mit 15 Teilnehmern erlaubt. Außerdem forderte Johnson Arbeitnehmer wieder auf, wenn möglich von zuhause zu arbeiten – eine Kehrtwende, nachdem er wochenlang eine große "Back to Office"-Kampagne ("Zurück ins Büro") propagiert hatte.

Das Land befinde sich an einem "gefährlichen Wendepunkt", sagte der Premier. In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4400 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50.000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten. dpa/Toby Melville/Reuters Pool/AP/dpa Großbritanniens Premierminister Boris Johnson

Die neuen Vorgaben sollen voraussichtlich sechs Monate lang gelten. "Diese Regeln werden nur funktionieren, wenn sich alle daran halten", betonte Johnson. Für den Fall, dass die Infektionszahlen weiter ansteigen, stellte der konservative Politiker eine Verschärfung der Maßnahmen in Aussicht.

Die neuen Maßnahmen gelten für England, da in Schottland, Nordirland und Wales die regionalen Regierungen darüber bestimmen. Nach einem Treffen mit den Ministern der anderen Landesteile kündigte Johnson jedoch an, dort würden ähnliche Maßnahmen getroffen. In Nordirland gelten allerdings bereits deutlich schärfere Regeln.

Prag rechnet mit deutscher Reisewarnung für ganz Tschechien

14.02 Uhr: Die Regierung in Prag rechnet damit, dass Deutschland in Kürze ganz Tschechien zum Corona-Risikogebiet erklären dürfte. Angesichts des Anstiegs neuer Fälle müsse man davon ausgehen, dass diese Entscheidung bereits an diesem Mittwoch fallen könnte, sagte Tschechiens Außenminister Tomas Petricek nach Angaben der Agentur CTK am Dienstag. Die Zahl der Fälle sei, bezogen auf die Einwohnerzahl, in Tschechien "deutlich höher" als in Deutschland.

Petricek sprach nach eigenen Angaben am Rande von EU-Beratungen in Brüssel mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas über das Thema. "Für uns wird es vor allem wichtig sein, dass diese Entscheidung keine negativen Auswirkungen hat auf Grenzpendler, auf Menschen, die zum Studium oder zur Arbeit nach Deutschland fahren", betonte der Sozialdemokrat. Nach Schätzungen sind mehr als 37.000 tschechische Grenzgänger in Deutschland beschäftigt, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie. Petr David Josek/AP/dpa

Laut der EU-Behörde ECDC liegt die Anzahl der neuen Fälle in den vergangenen 14 Tagen, auf 100.000 Einwohner gerechnet, in Tschechien bei 207. In Deutschland liegt der Wert nur bei 26,3. Die Bundesregierung hatte vor kurzem bereits Prag und die angrenzende Mittelböhmische Region zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Corona in Deutschland: Hamm führt Maskenpflicht für weiterführende Schulen ein

12.58 Uhr: Die Stadt Hamm führt angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen ab diesem Mittwoch wieder eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein. Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Das sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz. Zudem dürfen ab Mittwoch im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen.

Surftipp: Virus-Krise live: Söder äußert sich zur Erweiterung der Maskenpflicht in Bayern

Helge Braun will Corona-Schutzmaßnahmen verständlicher machen

12.18 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) will die Kriterien für Corona-Schutzmaßnahmen verständlicher, verlässlicher und logischer machen. Nach Informationen von FOCUS Online will er am liebsten erreichen, dass Länder bei ähnlicher Entwicklung von Fallzahlen ähnlich reagieren. „Kohärenz“ nennt das der oberste Corona-Manager von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Der Bund unterstützt die Länder dabei gerne mit wissenschaftlicher Expertise“, heißt es im Kanzleramt. Der erhoffte Vorteil: Landes- oder auch Kommunalpolitiker müssten sich nicht für jede einzelne Entscheidung rechtfertigten, sondern könnten auf empfohlene vorgegebenen Kriterien verweisen. dpa/Sven Hoppe/dpabild Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben.

Solche passgenauen Regelungen, die ab einer festgelegten Schwelle für einzelne Bereiche greifen, könnten auch verhindern, dass Städte, die fast keine Corona-Fälle haben, die harten Schutzmaßnahmen anderer nicht mitmachen müssten.

Gestern sprach Braun in der wöchentlichen Schalte – immer montags ab 13 Uhr – mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder über die Lage. Meldungen, es habe dabei „Zoff“ gegeben, wurden zurückgewiesen. „Ich war die ganze Zeit dabei, an Zoff kann ich mich nicht erinnern“, sagte ein Teilnehmer auf Nachfrage. Man teile aber die Sorge über die Entwicklung der letzten Wochen. Die Corona-Zahlen steigen vielerorts deutlich an. Mancherorts – wie in Berlin-Friedrichshain und in München – sogar bedrohlich deutlich. Am 29. September wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ab 14 Uhr erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten.

Steinmeier verleiht Virologe Drosten Verdienstorden

11.12 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den Berliner Virologen Christian Drosten am 1. Oktober mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ehren. Das geht aus einer Mitteilung des Bundespräsidialamts hervor. Der Wissenschaftler würde "eine herausragende Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie" spielen.

Mit ihm ausgezeichnet werden unter anderem auch der Landrat von Heinsberg, Stephan Pusch, für sein Krisenmanagement im ersten Corona-Hotspot Deutschlands, die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim und der Ex-Fußballer Thomas Hitzlsperger. Insgesamt werden 15 Bürgerinnen und Bürger die Auszeichnung erhalten. dpa Der Berliner Virologe Christian Drosten.

TOP-NEWS: Corona in Deutschland: Stadt in Bayern schließt alle Schulen und Kitas

10.53 Uhr: Die Kleinstadt Bad Königshofen im Grabfeld schließt nach hohen Infektionszahlen infolge einer Hochzeitsfeier alle Schulen und Kitas sowie alle Alten- und Pflegeheime. Das teilte der 1. Bürgermeister, Thomas Helbling, auf mit. Die 6000-Einwohner-Stadt in Unterfranken ist die erste Stadt in Bayern, die diesen Schritt geht. Am Vorabend waren zwölf weitere Corona-Fälle gemeldet worden.

Zunächst gilt die Maßnahme nur für einen Tag. Betroffen sind sechs Schulen und drei Kitas. "Unser größtes Anliegen war es, derartige Schritte zu vermeiden, allerdings muss nun die Sicherheit und der Schutz aller Bürger und Bürgerinnen oberste Priorität haben", so der Bürgermeister.

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