19.541 Neuinfektionen in Deutschland – und erneut hohe Zahl neuer Todesfälle

Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland weiterhin fest im Griff: Vor dem Treffen der Kanzlerin mit den Länderchefs gab es Verwirrung um Vorschläge des Bundes. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

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Topmeldungen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland und der Welt

  • Schleswig-Holstein geht Sonderweg beim Teil-Lockdown bis 20. Dezember (06.06 Uhr)
  • 19.541 Neuinfektionen in Deutschland – und erneut hohe Zahl neuer Corona-Todesfälle (22.22 Uhr)
  • Brief von Bürgermeister Müller an Berliner sorgt für Verwirrung (17.37 Uhr)

Schleswig-Holstein geht Sonderweg beim Teil-Lockdown bis 20. Dezember

06.06 Uhr: Wegen hoher Corona-Zahlen verlängert auch Schleswig-Holstein den Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember. Die Landesregierung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) geht wegen der im Norden vergleichsweise geringen Infektionszahlen aber einen Sonderweg. Der Regierungschef kündigte am Mittwochabend in Kiel nach den siebeneinhalb Stunden dauernden Beratungen von Bund und Ländern kleine Lockerungen an.

Nagel- und Kosmetik- sowie Massagestudios sollen ab Montag wieder öffnen können. Das gilt auch für Tierparks, Zoos und Wildgehege. Das seien wichtige Öffnungsschritte, die gut zu verantworten seien, sagte Günther nach der Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Schleswig-Holstein bleibt dabei, dass sich in Läden pro 10 Quadratmeter ein Kunde aufhalten darf. Den Bund-Länder-Beschluss, die Fläche pro Kunde auf 25 Quadratmeter auszuweiten werde Schleswig-Holstein nicht übernehmen, sagte Günther. "Ich habe vorher gesagt: Keine Verschärfungen. Und deswegen werden wir den Weg nicht mitgehen." dpa Kiel: Daniel Günther (CDU), Schleswig-Holsteins Ministerpräsident, sitzt bei Beratungen der deutschen Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel in einer Videokonferenz in der Kieler Staatskanzlei.

Im Gegensatz zu den anderen Ländern gibt es in Schleswig-Holstein ab Dezember auch keine strengeren Kontaktbeschränkungen. In der Öffentlichkeit oder im privaten Bereich können sich weiter maximal zehn Menschen treffen. "Was bewährte Praxis in Schleswig-Holstein ist, wird auch über die Feiertage gelten", sagte Günther. Eine Änderung "hätte eher Verwirrung" gestiftet.

Laut dem Beschluss der Bund-Länder-Beratungen soll die Zahl in den übrigen Ländern auf fünf Personen beschränkt werden, Kinder bis 14 Jahren ausgenommen. Nur vom 23. Dezember bis Neujahr sind dort Treffen von zehn Personen plus Kindern bis 14 Jahre erlaubt.

"Ich weiß, das ist ein besonderer schleswig-holsteinischer Weg", sagte Günther. Die neben Mecklenburg-Vorpommern niedrigsten Inzidenzwerte erlaubten dies aber.

Zahl der Neuinfektionen in Südkorea steigt wieder stärker

05.55 Uhr: Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erstmals seit mehr als acht Monaten um mehr als 500 pro Tag gestiegen. Die Gesundheitsbehörden teilten am Donnerstag mit, dass tags zuvor 583 Fälle festgestellt worden seien. Die meisten davon entfielen demnach auf den Großraum Seoul. Die Gesamtzahl kletterte auf mehr als 32 000 Infektionen. Bisher wurden in dem 52-Millionen-Einwohner-Land 515 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gemeldet.

Südkorea erlebt nach Angaben der Behörden derzeit die dritte Ansteckungswelle mit Sars-Cov-2. "Da die dritte Infektionswelle an Umfang und Tempo zunimmt, müssen wir die Regeln für die soziale Distanzierung streng befolgen", wurde Gesundheitsminister Park Neung Hoo von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Die Regierung hatte zuletzt die Beschränkungen für soziale Kontakte wieder verschärft, nachdem die Zahl der Neuinfektionen seit Anfang November wieder dreistellig gestiegen war. dpa/Ahn Young-Joon/AP/dpa Menschen warten in Seoul in einem „smarten“ Wartehäuschen auf den Bus.

Von den Neuinfizierten steckten sich den Angaben zufolge 553 Menschen im Land an, während 30 Fälle aus dem Ausland eingeschleppt wurden. Ein Grund für den Anstieg der lokalen Infektionen sind Häufungen in militärischen Stützpunkten, Fitnessstudios, Schulen, Kirchen und anderen Einrichtungen. Bisher kam Südkorea ohne großflächigen Lockdown aus.

Mehr als 2400 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

Donnerstag, 26. November, 05:30 Uhr: In den USA sind binnen 24 Stunden mehr als 2400 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt seien 2439 Corona-Todesfälle registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität am Mittwoch mit. Dies sei der höchste Anstieg seit sechs Monaten. Bereits am Vortag hatte die Totenzahl, kurz vor dem wichtigen Familienfeiertag Thanksgiving, über 2000 gelegen.

Insgesamt seien bis Mittwoch, 20.30 Uhr Ortszeit, 262.080 Todesfälle verzeichnet worden, teilte die Universität mit. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei fast 200.000. Insgesamt haben sich mehr als 12,7 Millionen US-Bürger mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Am Donnerstag wird in den USA mit Thanksgiving eine Art Erntedankfest gefeiert. Vor dem Fest hatte die Gesundheitsbehörde CDC den Bürgern wegen der Corona-Pandemie dringend von den sonst üblichen Reisen quer durch die USA zu Angehörigen abgeraten. Es wird befürchtet, dass sich bei den Feierlichkeiten zahlreiche Menschen mit dem Coronavirus anstecken.

19.541 Neuinfektionen in Deutschland – und erneut hohe Zahl neuer Corona-Todesfälle

22.22 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle ist am Mittwoch auf 973.321 gestiegen – das sind 19.541 mehr als am Dienstag. Die Zahl der Todesfälle ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Exakt wurden am Mittwoch 347 neue Todesfälle gemeldet – das sind vier weniger als am Vortag. Insgesamt liegt die Zahl der Todesfälle damit bei 14.919.

Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (+4154), Bayern (+3550) und Baden-Württemberg (+2837) melden die meisten Neuinfektionen.

Der R-Wert sank von 0,87 auf 0,76 weiter. Die Zahl der Intensivbetten, die durch Covid-19-Patienten belegt werden (+14) und der invasiv beatmeten Covid-19-Patienten (+53) stiegen jeweils leicht. Die Zahl der aktiven Fälle sank leicht um 506 gegenüber dem Vortag.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 139.767 (+2837), 2579 Todesfälle (+49)
  • Bayern: 189.894 (+3550), 3575 Todesfälle (+62)
  • Berlin: 60.554 (+1630), 508 Todesfälle (+18)
  • Brandenburg: 17.807 (+482), 334 Todesfälle (+11)
  • Bremen: 9651 (+195), 114 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 23.694 (+363), 281 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 79.260 (+1363), 1111 Todesfälle (+40)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 5512 (+128), 57 Todesfälle (+2)
  • Niedersachsen: 66.467 (+1304), 1075 Todesfälle (+34)
  • Nordrhein-Westfalen: 240.954 (+4154), 3126 Todesfälle (+79)
  • Rheinland-Pfalz: 40.821 (+878), 465 Todesfälle (+13)
  • Saarland: 12.140 (+201), 272 Todesfälle (+1)
  • Sachsen: 47.688 (+1408), 716 Todesfälle (+10)
  • Sachsen-Anhalt: 10.932 (+344), 145 Todesfälle (+8)
  • Schleswig-Holstein: 13.560 (+256), 242 Todesfälle (+1)
  • Thüringen: 14.620 (+452), 319 Todesfälle (+9)

Gesamt (Stand 25.11., 21.13 Uhr): 973.321 (+19.541), 14.919 Todesfälle (+347)

Vortag (Stand 24.11., 21.13 Uhr): 953.780 (+17.084), 14.572 Todesfälle (+351)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 656.400 (+19.700)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 302.002 (Vortag: 302.508)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 25.11.): 0,76 (Vortag: 0,87)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3793 (+14)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2232 (+53)

47 Corona-Fälle in Behinderten-Werkstatt in Varel

18.39 Uhr: In einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Varel-Jeringhave gibt es einen Coronavirus-Ausbruch. Insgesamt seien 47 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte der Landkreis Friesland mit.

Das Gesundheitsamt hatte die Werkstatt am Montag geschlossen, nachdem zunächst fünf Menschen positiv getestet worden waren. Daraufhin wurden 200 weitere Personen getestet. Wie die "Nordwest-Zeitung" berichtet, leben 17 der infizierten Beschäftigten in Wohnstätten im südlichen Friesland. Es werde alles getan, um sie von nicht infizierten Mitbewohnern zu trennen, hieß es.

Brief von Bürgermeister Müller an Berliner sorgt für Verwirrung

17.37 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sorgt für Verwunderung. Während er, seine Länder-Kolleginnen und -Kollegen und Angela Merkel (CDU) noch per Video miteinander konferieren, landet bei einigen Berlinern ein Brief im Briefkasten. Die Botschaft: „Auch wenn es uns schwergefallen ist, erneut Einschränkungen zu beschließen, mussten wir jetzt schnell reagieren, um Schlimmeres zu verhindern." Zu dem Zeitpunkt aber waren die heutigen Verhandlungen noch in vollem Gange. Großes Erstaunen also. Der stellvertretende Senatssprecher, Julian Mieth, erklärte den Vorgang mittlerweile bei Twitter so: „Der Brief bezieht sich auf die November-Maßnahmen. Der Versand startete vor 9 Tagen. Bei mehr als 2 Mio Berliner Haushalten dauert es, bis die letzen Briefe ankommen."

FOCUS Online Der Brief, den die Berliner schon in ihrem Briefkasten haben.

Österreich startet mit Corona-Massentests Anfang Dezember

15.49 Uhr: Österreichs freiwillige Corona-Massentests in der Bevölkerung starten am ersten Dezemberwochenende. Tirol und Vorarlberg mit zusammen rund 1,1 Millionen Einwohnern führen vom 4. bis 6. Dezember als erste Bundesländer die großflächige Testaktion nach dem Vorbild der Slowakei und Südtirol durch, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien ankündigte. Termine für die anderen Bundesländer sollen folgen. Das Land Salzburg kündigte am Mittwoch Massentests für den 12. und 13. Dezember an. Slavomír Kube?/CTK/dpa

Außerdem sollen in Österreich am ersten Dezember-Wochenende Tests für bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer und Polizisten stattfinden. Geplant ist, möglichst viele Einwohner mit Antigen-Schnelltests auf den Erreger Sars-CoV-2 zu testen. Um das Risiko falsch positiver Tests zu minimieren, soll es Nachtestungen geben.

Niederlande wollen Böllereinfuhr aus Deutschland und Belgien stoppen

14.10 Uhr: Nach dem Verhängen eines Böllerverbots haben die Niederlande mit Kontrollen entlang der Grenze begonnen, um die Einfuhr verbotenen Feuerwerks aus Deutschland und Belgien zu stoppen. Eine umfangreiche Kontrolle an der A3 Oberhausen-Arnheim, die bis zum Dienstagabend dauerte, führte zunächst nicht zu Feuerwerksfunden, teilte die niederländische Polizei mit. «Wir gehen davon aus, dass es eine größere Einfuhr von auch illegalen Böllern aus dem Ausland gibt», sagte der zuständige Experte der Polizei in den östlichen Niederlanden, Robbert Hummelink. Grund sei das in der Corona-Krise verhängte Verbot, das eine Überlastung der Kliniken verhindern soll.

In der Grenzregion gab es nach Polizeiangaben in der letzten Zeit bereits umfangreiche Böllerfunde. Alleine in einem Lieferwagen wurden vor einigen Tagen in einem Ort nahe der Grenzstadt Nimwegen fast zwei Tonnen schwere, illegale Böller entdeckt. In Alkmaar stießen Fahnder auf einen Lieferwagen mit 1,6 Tonnen Böllern auf der Ladefläche, zwei Männer wurden festgenommen. Die Polizei kündete weitere offene und verdeckte Kontrollen, nicht alleine in der Grenzregion, an. Wegen des ohnehin bereits restriktiveren Kurses der Niederlande bei Feuerwerk und Krachern fuhren die Niederländer bislang bereits in großem Stil zum Böllerkauf über die Grenze. dpa/Patrick Pleul/zb/dpabild Ein Mann zündet einen Böller an.

Feuerwerkshändler in der deutschen und belgischen Grenzregion fürchten dieses Jahr nun einen Umsatzeinbruch, insbesondere, weil die Niederlande in den Wochen vor dem Jahreswechsel auch den Transport von Böllern und Raketen verbieten werden. Hohe Geld- und auch Haftstrafen für schwere Fälle wurden angedroht.

Kliniken warnen: Corona-Beschränkungen bis ins neue Jahr nötig

13.29 Uhr: Angesichts weiter hoher Infektionszahlen halten die Kliniken Corona-Beschränkungen bis ins neue Jahr hinein für nötig. "Die Kapazitäten der Krankenhäuser dürfen nicht ausgereizt werden", sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Mittwoch. "Die Situation bleibt angespannt, aber noch beherrschbar." Die Politik dürfe keine falschen Hoffnungen wecken. "Es ist nicht realistisch, der Bevölkerung zu vermitteln, dass wir im Januar und Februar eine signifikant andere Situation haben werden."

Ein geringes Infektionsgeschehen wie in den Sommermonaten sei im Winter unrealistisch. «Beschränkungen werden bis ins Jahr 2021 notwendig sein, erst eine Impfung wird für spürbare Entspannung sorgen», sagte Gaß. Der bisherige Teil-Lockdown habe zwar das rasante Wachstum der Infektionszahlen gebrochen, sie seien aber weiter auf hohem Niveau.

 

Der Black Friday 2020 dauert 48 Stunden – und hat bereits begonnen.

  
 


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