27.836 Neuinfektionen, Inzidenz steigt leicht – mehr Tote als in der Vorwoche

Das RKI meldet am Montagmorgen 27.836 Neuinfektionen. Zeitgleich warnt das RKI vor einer merklichen Untererfassung der Corona-Fälle. Alle Neuigkeiten zur Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona vom 6. Dezember

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RKI registriert 27.836 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht auf 441,9

Montag, 6. Dezember, 06.04 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 441,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 452,4 (Vormonat: 183,7).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 27.836 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.24 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 29.364 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer. Der gebremste Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz könne "einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein", hatte es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend geheißen. Allerdings könnte die Entwicklung "regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 81 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 73 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.185.961 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 5,52 an (Donnerstag: mit 5,47). Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Er spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 5.120.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103.121.

Ampel-Parteien wollen Impfpflicht für Pflegekräfte ab dem 16.März

21.19 Uhr: Die Ampel-Parteien wollen laut der Nachrichtenagentur Reuters ab dem 16. März eine Impfpflicht für das Personal in Einrichtungen für besonders gefährdete Personen einführen. Also auch Pflegekräfte. Die Agentur beruft sich dabei auf einen ihr vorliegenden Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, über den kommende Woche im Bundestag beraten werden soll.

"Zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und vulnerabler Personengruppen vor einer COVID-19-Erkrankung wird vorgesehen, dass in bestimmten Einrichtungen und Unternehmen tätige Personen geimpft oder genesen sein oder ein ärztliches Zeugnis über das Bestehen einer Kontraindikation gegen eine Impfung gegen COVID-19 besitzen müssen", heißt es in dem Entwurf.

Bis zum 15. März muss bereits beschäftigtes Personal ein entsprechendes Impf-Zertifikat vorweisen können.  "Neue Tätigkeitsverhältnisse können ab dem 16. März 2022 nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises eingegangen werden", heißt es weiter.

Zahl bestätigter Omikron-Fälle in Dänemark sprunghaft auf 183 gestiegen

20.33 Uhr: In Dänemark ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron sprunghaft gestiegen. Mittlerweile seien 183 Infektionen mit der zuerst in Südafrika festgestellten Variante nachgewiesen worden, teilten die dänischen Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Damit habe sich die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle im Land binnen 48 Stunden mindestens verdreifacht. Diese Entwicklung sei "besorgniserregend". In Großbritannien wurden inzwischen 246 Omikron-Fälle nachgewiesen.

Dänemark gehört zu den in Europa führenden Ländern bei der Sequenzierung von Coronaviren. Dadurch gelingt in dem EU-Land besonders oft der Nachweis bestimmter Varianten wie nun Omikron. Am Freitag hatte die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle nach Angaben der dänischen Gesundheitsbehörde SSI noch bei 18 gelegen, zudem gab es 42 Verdachtsfälle. 

SSI-Chef Henrik Ullum äußerte sich besorgt darüber, dass es in Dänemark inzwischen Infektionsketten gebe, die nicht im Zusammenhang mit Reiseaktivitäten stünden. Nach Behördenangaben gehen 38 Omikron-Fälle auf das Weihnachtsessen einer Firma in Westdänemark zurück. Zuvor waren bereits mehrere Infektionen mit der neuen Corona-Variante nach einer ähnlichen Veranstaltung in Viborg nachgewiesen worden. 

Entwurf zur Impfpflicht in Österreich: Alle Ungeimpften kriegen im Februar Post – bis zu 3600 Euro Strafe

18.00 Uhr: Wie das "ORF" unter Berufung auf einen vertraulichen Entwurf zur Impfpflicht in Österreich berichtet, wird ab dem 15. März 2022 für Ungeimpfte eine Strafe von bis zu 600 Euro alle drei Monate fällig. Die Höchststrafe soll bei 3600 Euro liegen. Ausgenommen sollen nach ORF-Informationen sein:  Bürger bis 14 Jahre, Schwangere und Genese deren Positiv-Test nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Auch bestimmte gesundheitliche Gründe für eine Ausnahme sollen in Einzelfällen gelten können.

Weiter heißt es, dass Ungeimpfte ab dem 15. Februar per Post ihre Aufforderung zu einer Impfung erhalten sollen. Ab dem 15. März sollen dann die ersten Strafbescheide verschickt werden.

Die finale Fassung des Gesetzesentwurfs will die Regierung in Wien laut "ORF" nächste Woche veröffentlichen.

Nach Firmenfeier in Norwegen: Großer Corona-Ausbruch mit hohem Omikron-Anteil

14.43 Uhr: Die Zahl von Corona-Neuinfektionen nach einer Firmenfeier in einem norwegischen Restaurant steigt weiter. Etwa 120 Menschen, die sich in dem Restaurant aufgehalten hätten, seien mittlerweile positiv auf das Virus getestet worden, berichtete der Sender NRK.

In mehr als der Hälfte der Fälle handle es sich vermutlich um die Omikron-Variante. Am Vortag hatte das Gesundheitsinstitut FHI 13 Omikron-Fälle bestätigt.

Wie NRK weiter berichtete, waren 70 der Infizierten Teil derselben Weihnachtsfeier. Zwei von ihnen sollen kürzlich in Südafrika gewesen sein. Die anderen 45 bis 50 Fälle hatten am selben Tag die Lokalität besucht. Imago In Norwegen kommt es zu immer mehr Omikron-Fällen

Die Behörden riefen alle Menschen auf, sich zu melden, die nach dem 26. November noch das Restaurant in Oslo besucht haben. Nach FHI-Angaben vom Samstag gab es insgesamt 19 Omikron-Fälle in Norwegen, darunter vier Menschen, die aus Südafrika eingereist waren.

In Dänemark breitet sich die Omikron-Variante mittlerweile rasch aus. Wie das staatliche Gesundheitsinstitut SSI am Sonntag mitteilte, sind bisher 183 Fälle bekannt. SSI-Chef Henrik Ullum zeigte sich besorgt. Es gebe nun Infektionen, die nicht aus Reisen zurückzuführen seien.

Krebs-Experte: "Ungeimpfte sollten zurückstecken, Lebensmittel online bestellen"

08.44 Uhr: Für Prof. Richard Werkmeister, den Vorsitzenden der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, sind die Maßnahmen gegen das Coronavirus mit Blick auf Krebskranke nicht ausreichend. Der Mediziner am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz warnt dringend davor, dass Krebstherapien wegen der Corona-Behandlungen in Kliniken aufgeschoben werden.

In der „BamS“ sagt er: „Handelt es sich bei der Verschiebung um Wochen oder Monate, kann der Tumor in dieser Zeit deutlich gewachsen sein und die Überlebenschancen können möglicherweise drastisch sinken“.

Deswegen fordert Werkmeister eine deutliche Verschärfung der Einschränkungen für Ungeimpfte: „Ich bin für eine strikte Auslegung der 2G-Regel – auch am Arbeitsplatz oder im Supermarkt. Denn ein Supermarkt ist als Innenraum, an dem viele Menschen zusammenkommen, gerade bei hohen Inzidenzen ein Ort, vor dem Krebspatienten berechtigterweise Angst haben. Getty Eine Frau mit Maske in einem Supermarkt

Werkmeister sagt weiter: „Wer nicht geimpft ist, kann sich Lebensmittel auch online bestellen oder bringen lassen. Ich finde, man steht vor der Frage, ob eher Krebskranke oder Ungeimpfte zurückstecken und solche Orte meiden sollten. Meiner Ansicht nach steht Krebskranken als den Schwächeren eher die Solidarität zu.“

Corona-Inzidenz sinkt leicht, RKI meldet 42.055 neue Fälle

06.57 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 439,2 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,7 gelegen, vor einer Woche bei 446,7 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42.055 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 44.401 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

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