Apotheken im Südwesten können Öffnungszeiten anpassen

Apotheken in Baden-Württemberg können während der Coronakrise auch sonntags öffnen. Einige verlängern ihre Öffnungszeiten überdies werktags – andere müssen sie hingegen einschränken. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin.

Die Öffnungszeiten für Apotheken sind in Zeiten der Corona-Pandemie im Fluss. Auf der einen Seite steht zu befürchten, dass infolge von Infektionen, Quarantänemaßnahmen oder Problemen bei der Kinderbetreuung Personalengpässe entstehen. In einigen Bundesländern wurden daher die Mindestöffnungszeiten bereits reduziert, Beispiele dafür sind Berlin und Hessen.

Mehr zum Thema

Coronavirus

Berlin und Hessen: Mindestöffnungszeiten von Apotheken werden reduziert

Versorgung aufrechterhalten

Kammer: Über verkürzte Apotheken-Öffnungszeiten nachdenken

Auf der anderen Seite sind Apotheken auch weiterhin eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Gesundheitsfragen – gerade jetzt, da viele Menschen durch das sich ausbreitende Coronavirus SARS-COV-2 verunsichert sind. Je nach Lage kann es für einige Betriebe interessant sein, ihre Öffnungszeiten auszuweiten.

Der Landesapothekerverband (LAV) Baden-Württemberg informiert nun in einer Pressemitteilung: „Alle Apothekenteams arbeiten derzeit unter erschwerten Bedingungen, weil die Nachfrage nach Beratung und Arzneimitteln groß ist und auch Lieferengpässe – wenn überhaupt – nur mit großem zeitlichen und personellen Aufwand zu meistern sind.“ Darum überlegten derzeit viele Apotheken, ihre Öffnungszeiten für die Bevölkerung anzupassen. Einige verlängerten ihre werktäglichen Öffnungszeiten, mancherorts hätten Apotheken zusätzlich sonntags für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Möglich macht die Sonntagsöffnung die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die jenen Einrichtungen und Geschäften, die ausdrücklich noch geöffnet haben dürfen, an Sonn- und Feiertagen eine Öffnung von 12 bis 18 Uhr erlaubt – sofern ihnen die Öffnung nicht ohnehin schon nach anderen Vorschriften erlaubt ist. 

Dem LAV zufolge veröffentlichen teilweise Tageszeitungen die Änderungen. Ansonsten teilten die Apotheken sie auf ihren Homepages oder in sozialen Medien mit.

LAV bittet Patienten um Geduld und Abstand

Der LAV nutzt seine Mitteilung auch zu einem Appell an die Patienten: „Das alles tun die baden-württembergischen Apotheken in der Absicht, Patientinnen und Patienten weiterhin in gewohnter Weise zuverlässig zu versorgen. Alle Apothekenteams arbeiten derzeit am Limit. Patientinnen und Patienten bitten wir um Geduld und um den nötigen Abstand in der Apotheke zum Personal und anderen Kunden, um die Ansteckungsgefahr zu begrenzen. Apotheken sind auch durch Maßnahmen wie Plexiglas-Scheiben bemüht, den Kontakt mit den Kunden sicher zu gestalten. Wer nicht in die Apotheke muss, sollte dies auch nicht tun. Hilfreich kann es außerdem sein, wenn Arzneimittel im Bedarf in der Apotheke per Mail oder über Apps vorbestellt werden. Das verhindert das Kunden gegebenenfalls zweimal in die Apotheke kommen müssen.“

Quelle: Den ganzen Artikel lesen