BMG: Apotheken sollen Arzneimittel „bedarfsgerecht“ abgeben

Lieferengpässe begleiten Apotheker, Ärzte und Patienten schon lange. Die COVID-19-Pandemie lässt die Sorge aufkeimen, dass sich Arzneimittelengpässe verschärfen. Fragen nach der Sicherstellung der Arzneimittelversorgung werden laut. Das BMG will dem vorbeugen und hat Ärzten nun Hinweise zum bedarfsgerechten Verordnungsverhalten gegeben. Auch Apotheker sind angehalten, OTC-Arzneimittel bedarfsgerecht und mit Augenmaß an Patienten abzugeben. Damit nicht manche alles haben, und andere nichts.

„Sicherlich erleben auch Sie in Ihrer Apotheke aufgrund der Corona-Pandemie derzeit eine sehr angespannte Situation mit großer Arbeitslast, einem erhöhten Aufkommen an verunsicherten Patienten und einem entsprechenden Nachfrageverhalten“, mit diesen Worten wendet sich die ABDA am heutigen Dienstag an die Apotheker. 

Jenseits der bereits seit längerem bekannten Lieferengpässe würden in der öffentlichen Diskussion Fragen nach der Sicherstellung der Arzneimittelversorgung laut, so die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände. Dass die Sorge vielleicht nicht grundlos ist, zeigen die Meldungen der letzten Tage. Engpässe gibt es bereits bei Pneumokokken-Impfstoffen, Indien hat Ausfuhrbeschränkungen für insgesamt 26 Wirkstoffe und Arzneimittel verhängt und auch die Pharmagroßhändler schränken teilweise ihren Service ein, kündigen Lieferverzögerungen an und streichen Verbundbestellungen, wie Phoenix. Auch Noweda und Kehr haben bereits Leistungseinschränkungen angekündigt. Die Großhändler begründen ihr Vorgehen unter anderem damit, dass Apotheker derzeit Bevorratungskäufe durchführen würden.

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Nun wandte sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am Montag über die Kassenärztliche Bundesvereinigung an die Ärzteschaft. Das BMG will durch Hinweise zum Verordnungsverhalten Versorgungsengpässen vorbeugen.

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