Der Starrsinn der Impfverweigerer stürzt die Bevölkerung erneut in eine Notlage

Die Corona-Zahlen explodieren. Die Maßnahmen gleichen einem Flickenteppich. Es wirkt noch immer so, als sei die vierte Welle in den Köpfen vieler Politiker noch nicht angekommen. Doch auch die Menschen müssen mithelfen. Eine Presseschau zur aktuellen Lage.

"Bei der aktuellen Corona-Politik kann man nur den Kopf schütteln"

"Heilbronner Stimme": Bei der aktuellen Corona-Politik kann man nur den Kopf schütteln. Wir erleben geschäftsführende Minister, die nichts mehr entscheiden können. Und wir sehen Ampel-Verhandler, die noch nicht so können, wie sie wollten. Immerhin: Schulschließungen, Ausgangssperren oder einen Lockdown soll es nicht mehr geben. Alles andere wäre auch der letzte Beweis des Scheiterns gewesen. Bei alledem scheint der Bund-Ländergipfel aus der Mode gekommen zu sein. Traf man sich bei minimalen Inzidenzzahlen fast schon im Wochenrhythmus, sieht man nun, wo die Werte bedrohlich geworden sind, keine Veranlassung mehr für Krisengespräche. Aber vielleicht ist das auch gut so. Das Chaos ist ja groß genug.

"Wer Schulschließungen oder einen Lockdown vermeiden möchte, der kann nicht in Innenräumen die unbegrenzte Freiheit ausrufen"

"Stuttgarter Zeitung": Noch nie war die Politik so ratlos. Es braucht jetzt schonungslose Ehrlichkeit und eine klare Linie, auch wenn dies schmerzt. Impfen, impfen, impfen – das gilt weiterhin. Schnell muss das gehen. Jedes reaktivierte Impfzentrum ist dabei eine Hilfe, und es wäre ratsam, eine gewisse Dauerhaftigkeit dieser Einrichtungen ins Auge zu fassen: Schließlich kann niemand seriös voraussagen, ob die dritte Spritze auch die letzte ist. Und auch das gehört zur Wahrheit: ob sich mit Impfen alleine die vierte Welle brechen lässt, ist nicht gesagt. Wer Schulschließungen oder einen Lockdown vermeiden möchte, der kann nicht in Innenräumen die unbegrenzte Freiheit ausrufen.

"Der Starrsinn der Impfverweigerer stürzt die gesamte Bevölkerung erneut in eine Notlage"

"t-online.de": Nach 20 Monaten Corona-Krise sind die meisten Menschen geimpft, tragen Maske und verhalten sich umsichtig – doch der Starrsinn der Impfverweigerer und die Trägheit der Impfkommission bei der Zulassung von Vakzinen für Kinder stürzen die gesamte Bevölkerung erneut in eine Notlage. Diesmal ist das Problem allein die Überlastung der Krankenhäuser. Zigtausende Pflegekräfte haben in den vergangenen Monaten ihren Job an den Nagel gehängt, weil sie die Nase vollhaben. Sie haben genug von permanenten Überstunden, ständigem Infektionsrisiko, schlechter Bezahlung und vor allem der Scheinheiligkeit einer Gesellschaft, die ihnen zwar öffentlich applaudiert, aber sie zugleich wie Handlanger behandelt, wenn es darum geht, Rücksicht zu nehmen, Ansteckungen vorzubeugen, Stundenlöhne zu erhöhen. Der größte Fehler, den die Regierenden in Bund und Ländern in dieser Pandemie gemacht haben, ist es, die Pflegenden im Stich gelassen zu haben. Das rächt sich nun bitter.

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"Politisch Verantwortliche müssen wieder zu einer klaren, gemeinsamen Botschaft zurückfinden"

"Augsburger Allgemeines": In den besonders dramatischen Momenten der Pandemie waren es nicht nur politische Maßnahmen oder Verbote, die Schlimmeres verhinderten. Es war mindestens genauso sehr die Vernunft einer großen Mehrheit der Bevölkerung. Die meisten haben die Gefahr ernst genommen und sich entsprechend verhalten. Damit das auch in der vierten Welle passiert, müssen die politisch Verantwortlichen wieder zu einer klaren, gemeinsamen Botschaft zurückfinden.

"Die künftige Ampel-Regierung darf sich angesichts der sich zuspitzenden Lage nicht wegducken"

"Mittelbayerische Zeitung": Das Virus wartet nicht, bis der schwerfällig Politikapparat in die Gänge kommt. Und die künftige Ampel-Regierung darf sich angesichts der sich zuspitzenden Lage nicht wegducken. Sie sollte noch in dieser Woche die Weichen für umfangreichere Schutzmaßnahmen stellen. Die Wiedereinführung kostenloser Bürgertests gehört unbedingt dazu. Dass die Menschen für Antigen-Schnell- und PCR-Tests tief in die Tasche greifen sollten, hat die Impfwilligkeit keineswegs erhöht. Wahrscheinlich wurde die Verbreitung des Virus durch Impf- und Testverweigerer sogar noch beschleunigt.

"Wer die ihm anvertrauten Menschen nicht schützen will, hat im Pflege-Job nichts zu suchen"

"Frankfurter Neue Presse": Zwar besteht die Gefahr, dass manche Pflegekräfte ihren Job aufgeben oder sich krankmelden, um der Impfpflicht zu entgehen. Dass es aber nicht unmöglich ist, diese Pflicht im Gesundheitssektor dennoch durchzusetzen, haben andere Länder gezeigt. Und das Motto „lieber rücksichtslose Pfleger als keine“ sollte kein Maßstab für die Altenpflege sein. Erfolgversprechender wäre, diesen Beruf durch mehr Wertschätzung, bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen so attraktiv zu machen, dass die Beschäftigten ihn nur ungern aufgeben. Wer die ihm anvertrauten Menschen aber nicht schützen will, hat in diesem Job ohnehin nichts zu suchen.

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