Die Corona-News des Tages

Coronazahlen weltweit steigen wieder / UN: knapper Impfstoff verhindert schnelle Tourismuserholung weltweit / Immer mehr Menschen von Post-COVID-Syndrom betroffen

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. 

Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

11:52 Uhr

UN: knapper Impfstoff verhindert schnelle Tourismuserholung weltweit

Genf (dpa) – Die schleppenden Corona-Impfkampagnen in vielen Ländern machen eine schnelle Erholung vieler Tourismusregionen zunichte. Betroffen sind vor allem ärmere Länder, wie die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) und die UN-Tourismusorganisation (UNWTO) am Mittwoch in Genf berichteten.

Im vergangenen Jahr haben demnach direkte und indirekte Folgen des Tourismuseinbruchs das Bruttoinlandsprodukt, also die Produktion von Waren und Dienstleistungen nach Abzug aller Vorleistungen, weltweit um schätzungsweise 2,4 Billionen US-Dollar (etwa 2 Billionen Euro) geschmälert. Nach UNWTO-Angaben waren international etwa eine Milliarden weniger Touristen unterwegs als im Jahr davor, ein Einbruch von 73 Prozent.

Auch in diesem Jahr sei im Vergleich zu 2019 ein Minus von 1,7 bis 2,4 Billionen Dollar zu befürchten, vor allem, wenn das Impftempo in Ländern mit niedrigen Einkommen nicht rasch anziehe. Entsprechend litten diese Länder am meisten, während die Erholung in reichen Ländern mit hohen Impfraten schneller komme. Allerdings dürften frühestens 2023 wieder so viele Touristen international unterwegs sein wie vor der Pandemie, so die Organisationen. Viele Länder haben ihre Reisebeschränkungen noch nicht aufgehoben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von Impfnationalismus in reichen Ländern und moralischem Versagen. Einige Regierungen hätten einen Großteil des knappen Impfstoffs aufgekauft statt sich einer solidarischen Verteilung in aller Welt anzuschließen. Während mancherorts bereits junge gesunde Menschen geimpft würden, setzten Pflegekräfte in anderen Ländern ihr Leben bei der Versorgung von Corona-Kranken täglich aufs Spiel, ohne selbst geimpft zu sein.

10:29 Uhr

Coronazahlen weltweit steigen wieder – Afrika besonders betroffen

Genf (dpa) – Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weltweit ist vergangene Woche erstmals seit Mitte April wieder leicht gestiegen. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Gleichzeitig wurden weltweit so wenige Todesfälle durch eine Corona-Infektion gemeldet wie seit November 2020 nicht mehr. Die Zahlen beziehen sich auf die sieben Tage bis zum 27. Juni.

Besorgniserregend seien die Zahlen aus Afrika. Dort stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen im Vergleich zur Vorwoche um 33 Prozent, die Zahl der gemeldeten Todesfälle um 42 Prozent. In der WHO-Europa-Region stieg die Zahl der gemeldeten Fälle um 10 Prozent. Zu der Region gehören 53 Länder von Albanien bis Usbekistan.

In absoluten Zahlen gab es vergangene Woche die meisten Neuinfektionen in Brasilien, gefolgt von Indien, Kolumbien und Russland. Berechnet auf 100.000 Einwohner war der Anstieg besonders groß auf den Seychellen, in Namibia und der Mongolei.

Bis zum 29. Juni haben 96 Länder das Auftauchen der Virusvariante Delta gemeldet. Weil in vielen Ländern aber Kapazitäten zur Bestimmung der Varianten fehlt, geht die WHO davon aus, dass sie viel weiter verbreitet ist. Weil sie ansteckender ist als andere Varianten werde sie sich in den kommenden Monaten zur dominanten Variante entwickeln, so die WHO.

4:00 Uhr

Immer mehr Menschen von Post-COVID-Syndrom betroffen

Berlin (dpa) – Tausende Patientinnen und Patienten in Deutschland leiden nach einer COVID-19-Erkrankung an Langzeitfolgen. Allein bei der zweitgrößten deutschen Krankenkasse, der Barmer, waren zwischen November 2020 und März 2021 mehr als 2.900 Versicherte von Long- oder Post-COVID betroffen, wie eine Auswertung von Versichertendaten der Kasse zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer, geht davon aus, dass vielen Betroffenen wegen der uneinheitlichen Symptome nicht bewusst sei, dass sie unter Long-COVID leiden. Nicht immer sei leicht erkennbar, wann die akute Virusinfektion aufhöre und die Langzeitfolgen anfingen, betonte Marschall. Erst seit Januar 2021 könne Post-COVID auch als Erkrankung offiziell im Abrechnungssystem der Ärzte codiert werden.

Von den Barmer-Versicherten, die von Januar bis März 2021 zunächst wegen Corona krankgeschrieben waren, waren mindestens 6,3 Prozent anschließend wegen Post-COVID arbeitsunfähig. Post-COVID-Syndrome treten der Barmer-Erhebung zufolge bei Frauen häufiger auf als bei Männern.

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