Gleich drei bayerische Städte reißen Corona-Grenzwert – neue Maßnahmen drohen

In Deutschland hat sich die Lage im Zuge der Corona-Pandemie etwas entspannt. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich zuletzt stabilisiert und stieg nicht weiter an. In anderen EU-Ländern erreichen die Fallzahlen dafür neue Höchststände, vor allem Spanien ist schwer betroffen. Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt hier im News-Ticker.

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Topmeldungen zur Corona-Pandemie: Mehr als 100 Österreicher bekommen Scheck von Trump (06.15 Uhr) +++ Fast 1300 neue Corona-Fälle in Deutschland – zwei Bundesländer melden starke Anstiege  (19.51 Uhr) +++ Drei Städte in Bayern über Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen (15.48 Uhr)

Neuer Rekordwert an Corona-Neuinfektionen in Israel

07.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte am Dienstag mit, am Vortag seien 3392 neue Fälle registriert worden. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Ausbruch der Pandemie. Der bisherige Rekord stammte vom 2. September mit 3173 neuen Corona-Fällen. Mit 463 Fällen ist nun auch die Zahl der Schwerkranken so hoch wie nie zuvor.

Politische Streitigkeiten behindern in Israel den effektiven Kampf gegen das Coronavirus. Statt ursprünglich vorgesehener Lockdowns in 40 Ortschaften mit besonders hohen Infektionszahlen sollen dort von Dienstagabend an lediglich nächtliche Ausgangssperren verhängt werden. Diese sollen von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens (Ortszeit) gelten. Gil Cohen Magen/XinHua/dpa

TOP-NEWS: Corona-Hilfe: Mehr als 100 Österreicher bekommen Scheck von Trump

06.12 Uhr: Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind nun bei etlichen Österreichern gelandet. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar (rund 1000 Euro) sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden. Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der einst für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, schilderte der Mann in der ORF-Nachrichtensendung "ZiB2" am Montagabend. Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt.

Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein. Die US-Regierung hatte Schecks an zahllose Menschen geschickt, gedacht als Hilfe in der Coronavirus-Krise. US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75 000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150 000 Dollar entsprechend 2400 Dollar. Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote. Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen.

Das Geld wird jedenfalls im Fall des Rentners aus Linz zu einem guten Teil in die USA zurückfließen. Sollten die Reisebeschränkungen wieder fallen, werde er dort endlich mal wieder Urlaub machen, kündigte er an. Patrick Semansky/AP/dpa

Früherer "Temptations"-Sänger Bruce Williamson gestorben

04.33 Uhr: Er prägte viele Jahre den Sound der US-Band "The Temptations" – nun ist der R'n'B-Sänger Bruce Williamson gestorben. Er erlag mit 49 Jahren in einem Krankenhaus in Las Vegas den Folgen einer Covid-19-Erkrankung, wie sein Sprecherteam am Montag der US-Zeitschrift "USA Today" mitteilte. Der Sohn des Sängers, Bruce Alan Williamson Jr., drückte am Montag auf Facebook seine Trauer aus. "Wir werden uns wiedersehen", schrieb er in dem Eintrag.

Sie hätten einen ihrer "Brüder" verloren, sagte Otis Williams (78), der die Band "The Temptations" 1961 in Detroit mitgegründet hatte, laut "USA Today".

Der gebürtige Kalifornier Williamson, der seine Karriere als Sänger in einer Kirche startete, war erst 2006 zu der legendären Soul-Band gestoßen. Bis 2015 stand er mit der Gruppe auf der Bühne.

In den 1960er und 1970er Jahren hatten die Temptations und deren Label Motown mit Hits wie "My Girl", "I Can't Get Next to You" und "Papa Was A Rollin' Stone" ihre größten Erfolge. 1989 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Italien verlängert Anti-Corona-Maßnahmen für weiteren Monat

22.25 Uhr:  Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien wie Maskenpflicht und Abstandsregeln bleiben für einen weiteren Monat in Kraft. Ministerpräsident Giuseppe Conte unterzeichnete am Montagabend nach Regierungsangaben das entsprechende Dekret. Die Vorschriften gelten in dem Mittelmeerland nun bis zum 7. Oktober. Matthias Schrader/AP/dpa Der Obstmarkt in der Bozener Altstadt.

Demnach gibt es in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln weiter die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Menschen sollen einen Abstand von mindestens einem Meter halten. Größere Ansammlungen sind weiter verboten, Stadien und Diskotheken bleiben geschlossen.

Auch die Beschränkungen für Einreisende aus Kroatien, Griechenland, Spanien und Malta gelten weiterhin. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorweisen. Vereinfacht wird dagegen die Situation für internationale Paare, bei denen einer der Partner in einem Land lebt, aus dem die Einreise nach Italien bislang nicht ohne Weiteres möglich ist. Sie dürfen nun mit einer entsprechenden Erklärung einreisen.

In Rom hatten am Wochenende rund 2000 Menschen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen der Mitte-Links-Regierung protestiert. Sie sehen eine "Gesundheitsdiktatur". In Italien war die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Freitag mit mehr als 1700 Fällen auf den bis dahin höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen.

Großbritannien meldet zweithöchsten Wert der Neu-Infektionen seit Mai

22.20 Uhr: Die Zahl der neuen täglichen Corona-Fälle steigt in Großbritannien weiter an. Von Sonntag auf Montag kamen innerhalb von 24 Stunden 2948 Infizierte hinzu – das ist der zweithöchste Zuwachse seit Mai. Das geht aus Daten der britischen Regierung hervor. „Wir müssen das wieder sehr ernst nehmen“, sagte der medizinische Chefberater des Landes, Jonathan Van-Tam.

41.643 sind in Großbritannien bisher bestätigt an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der Infizierten liegt bei 352.448.

Spanien erstes europäisches Land mit mehr als einer halben Million Corona-Infizierten

21.30 Uhr: Spanien hat als erste europäisches Land die Marke von 500.000 bestätigten Corona-Infizierten überschritten. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 525.549 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Allein 2.440 neue Fälle kamen in den vergangenen 24 Stunden hinzu, meldet das spanische Gesundheitsministerium. 29.516 Menschen sind in Spanien bisher an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben. Worldometer/Screenshot Weltweite Corona-Infektionen nach Ländern.

Weltweit sind derzeit 27,2 Millionen Menschen infiziert: An der Spitze stehen die USA (6,3 Millionen), Indien (4,2 Millionen) und Brasilien (4,1 Millionen). Spanien liegt nun an neunter Stelle.

TOP-NEWS: Fast 1300 neue Corona-Fälle in Deutschland – zwei Bundesländer melden starke Anstiege

19.51 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 250.840 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Montag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 1268 – das sind 699 mehr als am Vortag. Allerdings hatten am Sonntag Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen keine neuen Zahlen geliefert. Am stärksten war der Anstieg in Nordrhein-Westfalen (+622), gefolgt von Bayern (+525) – am wenigsten neue Infektionen kamen im Saarland hinzu (+1).

9302 Menschen sind bislang an oder mit dem Coronavirus gestorben – das sind vier mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei 225.000. Somit sind derzeit 16.538 Menschen akut infiziert (aktive Fälle) – 65 Personen weniger als am Sonntag. Der R-Wert stieg laut RKI minimal auf 1,12. Somit stecken 100 Infizierte im Schnitt 112 weitere Personen an.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 43.853 (+269) / 1866 Todesfälle (+2)
  • Bayern: 59.524 (+525) / 2.640 Todesfälle (+0)
  • Berlin: 11.791 (+65) / 226 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg: 3.961 (+1) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2076 (+3) / 58 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 6526 (+26) / 236 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.145 (+47) / 535 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1034 (+11) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 17.294 (+28) / 665 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 59.810 (+622) / 1823 Todesfälle (+2)
  • Rheinland-Pfalz: 9.403 (+48) / 243 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.166 (+1) / 175 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6.151 (+32) / 224 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2.290 (+13) / 66 Todesfälle
  • Schleswig-Holstein: 4.126 (+6) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.690 / 191 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 07.09.2020 19.38 Uhr): 250.840 (9302 Todesfälle)

Vortag (Stand 06.09.2020 20.01 Uhr): 249.572 (9298 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 225.000

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 16.408 (-36)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,12 (Vortag 1,10)

Die berichteten R-Werte lagen seit Mitte Juli 2020 über 1, seit Mitte August um bzw. unter 1. Die erhöhten R-Werte lassen sich zu einem großen Teil auf zunehmende Fälle unter Einreisenden, insbesondere nach Urlaubsreisen während der Sommerferien, zurückführen, aber auch auf eine nach wie vor bestehende größere Anzahl an kleineren Ausbrüchen.

13 neue Corona-Fälle an elf Hamburger Schulen

18.34 Uhr: An Hamburgs Schulen sind bis Montagmorgen 13 neue Corona-Infektionen registriert worden. Sie verteilen sich auf elf Schulen, wie die Schulbehörde auf Nachfrage mitteilte. Insgesamt gibt es damit den Angeben zufolge 30 Infektionen an 25 Schulen, davon 28 Schülerinnen und Schüler und zwei Schulbeschäftigte. Derzeit befänden sich 23 von rund 9500 Klassen in Quarantäne.

Die meisten Corona-Fälle wurden laut Behörde mit sieben an der Heinrich-Hertz-Schule registriert, darunter sechs Schüler und ein Schulbeschäftigter. Das Gesundheitsamt habe vorsorglich 15 Klassen dieser Schule in Quarantäne geschickt. Die Schüler erhielten jetzt Fernunterricht.

Oldenburg: Weitere Corona-Infektionen in Fleisch-Betrieb

17.45 Uhr: In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Hatten (Kreis Oldenburg) haben Corona-Tests weitere zehn Infektionen bei Beschäftigten ergeben. Damit wurden insgesamt 24 Mitarbeiter des Unternehmens positiv auf das Coronavirus getestet, wie der Landkreis am Montag mitteilte. 16 von ihnen lebten im Landkreis Oldenburg, acht in der Stadt Oldenburg. Die gesamte Belegschaft von rund 140 Beschäftigten sei in einer 14-tägigen Quarantäne.

Nach Ablauf der Zeit stehe ein erneuter Test an. Erst mit einem negativen Test dürfe die Arbeit wieder aufgenommen werden. Einen eindeutigen Hinweis auf die Ursache der Infektion gebe es bisher nicht. "Mögliche Infektionswege werden weiter nachverfolgt. Hier gilt Sorgfalt vor Eile, da die gesamte Belegschaft aktuell in Quarantäne ist", hieß es in einer Mitteilung des Landkreises.

Münchner Querdenken-Ableger will mit 5000 Menschen demonstrieren

16.30 Uhr: Die Vereinigung Querdenken 089 hat für den kommenden Samstag eine Demonstration mit 5000 Teilnehmern in München angemeldet. Die Versammlung unter dem Motto "Frieden, Freiheit und Gesundheit" soll auf dem Odeonsplatz in der Innenstadt stattfinden, teilte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats am Montag mit. Zudem sei ein Demonstrationszug mit 500 Teilnehmern angemeldet worden.

Ob es zu der Veranstaltung des Ablegers der Stuttgarter Querdenken-Bewegung in der geplanten Form kommen wird, ist jedoch offen. Die Stadt führe zunächst Gespräche mit dem Veranstalter, bei denen auch mehrere Örtlichkeiten besprochen würden. Auch die Frage, welche Auflagen für die Demo gelten werden, sei bislang noch unklar. Die Behörden würden jedoch die Ereignisse der Kundgebungen in Berlin am letzten Augustwochenende in die Gefahrenprognosen einfließen lassen.

In Berlin war es zuletzt am Rande mehrerer Demonstrationen gegen die Corona-Politik zu Auseinandersetzungen von Demo-Teilnehmern und der Polizei gekommen. Dutzende Menschen hatten auch mit Gewalt versucht, in das Reichstagsgebäude zu gelangen. Das Vorgehen der Demonstranten hatte bei Politiker in ganz Deutschland für Empörung gesorgt.

TOP-NEWS: Drei Städte in Bayern über Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen

15.48 Uhr: Drei bayerische Städte haben den Grenzwert für 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen teils deutlich überschritten. Spitzenreiter bei den Neuinfektionen ist das schwäbische Memmingen mit einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 68,44. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Montag berichtete, liegt das niederbayerische Landshut bei 55,25 Fällen und Rosenheim in Oberbayern bei 52,11 Fällen auf je 100.000 Einwohner. Pressestelle der Stadt Memmingen Altstadt von Memmingen.

Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei der 50er-Marke. In Rosenheim und Landshut gab es bereits vor dem Überschreiten dieser Grenze spezielle Vorschriften.

Zusätzlich sollen in den nächsten Tagen in Landshut nun auch Grundschüler während des Unterrichts eine Maske tragen, dies galt bislang nur für weitergehende Schulen. Die Stadt Memmingen hält allgemeine Beschränkungen nicht für nötig. Es seien nur Reiserückkehrer erkrankt, die sich schon in Quarantäne befänden, hieß es.

Zehn bestätigte Corona-Fälle im Migrantencamp Moria auf Lesbos

15.40 Uhr: Die Zahl der Menschen, die im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, ist auf zehn gestiegen. Nach einem ersten Fall vergangene Woche seien im Lager bisher 1000 Tests durchgeführt worden, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde. Die Ergebnisse weiterer 1000 Tests stünden noch aus, so dass die Zahl der Infizierten sich noch erhöhen könne. dpa/Angelos Tzortzinis/dpa/dpa Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf Lesbos gehen im Hafen von Piräus bei Athen an Land.

Eingeschleppt haben soll das Virus vergangene Woche ein 40 Jahre alter Mann aus Somalia, dem bereits im Juli Asyl gewährt worden war. Er sei von Lesbos aus nach Athen gereist, habe dort aber keine Arbeit gefunden und sei dann nach Moria zurückgekehrt, teilte das Migrationsministerium mit. Das Lager ist deshalb seit vergangenem Donnerstag für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden. In Moria leben derzeit rund 12 600 Flüchtlinge und Migranten bei einer Kapazität von gerade mal 2800 Plätzen.

Mitte August waren bereits auf der benachbarten Insel Chios im Lager von Vial fünf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ausbreitung des Virus konnte jedoch gestoppt werden, indem die Betroffenen isoliert wurden.

Bayern: Gericht lehnt Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen ab

15.31 Uhr: Die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen in Bayern bleibt bestehen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München lehnte am Montag einen Eilantrag ab, mit dem ein Gymnasiast die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Unterrichts kippen wollte. Diese Maßnahme diene dem legitimen Zweck, die Weiterverbreitung des Coronavirus unter den Schülern und Lehrern zumindest zu reduzieren und hierdurch die Virusausbreitung in der Bevölkerung insgesamt einzudämmen, heißt es in der Entscheidung. Peter Kneffel/dpa

Das Gericht nannte die Maskenpflicht auch angemessen und verwies darauf, dass Betroffene im Einzelfall aus pädagogischen und medizinischen Gründen davon befreit werden können. Der Verwaltungsgerichtshof nannte die mit der Maskenpflicht verbundenen Einschränkungen als hinnehmbar. Sie trage dazu bei, den regulären Präsenzunterricht sicherzustellen und die Bildungsgerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

Rechtsmittel können gegen den Beschluss nicht eingelegt werden. Eine Mutter hatte den Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz im Namen ihres zehn Jahre alten Sohnes gestellt.

Bericht: Biontech testet möglichen Impfstoff jetzt auch in Deutschland

14.20 Uhr: Das Biotechunternehmen Biontech testet einen möglichen Impfsfoff gegen das Coronavirus jetzt auch in Deutschland. Das berichtet die Nachrichenagentur Reuters. Demnach erhielten Biontech und dessen Partner Pfizer vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut grünes Licht für den deutschen Teil ihrer großen Phase-2/3-Wirksamkeitsstudie. Im Rahmen der Studie werden laut Bericht weltweit 30.000 Probanden getestet. Biontech und Pfizer wollen bereits im Oktober die Zulassung des Impfstoffs beantragen, sollten die klinischen Studien erfolgreich verlaufen. dpa/Friso Gentsch/dpa Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben eine Impfstudie mit bis zu 30.000 Menschen gestartet.

Wundernebel gegen Corona? Landgericht verbietet Werbung

12.39 Uhr: Ein Desinfektionsmittel versprühen und schon schwirren so gut wie keine bösen Viren und Bakterien mehr durch den Raum? Nach Ansicht des Landgerichts München I zu schön, um wahr zu sein. Die 4. Kammer für Handelssachen wertete eine entsprechende Werbung als irreführend. Darin hieß es, das Mittel entferne 99,99 Prozent der schädlichen Bakterien und Viren aus der Raumluft und von sämtlichen Oberflächen. Beim Verbraucher entstehe der Eindruck, die Wirkung sei wissenschaftlich abgesichert, heißt es in dem Urteil vom Montag, das noch nicht rechtskräftig ist. Bei gesundheitsbezogenen Aussagen gebe es aber besonders strenge Anforderungen an die Richtigkeit, die Eindeutigkeit und die Klarheit.

In Zeiten der Corona-Pandemie sei die Frage, ob und wie Corona-Viren aus der Raumluft und von Oberflächen entfernt werden können, eine der brennendsten und für die ganze Welt wichtigsten gesundheitlichen Fragen überhaupt, befand das Gericht. Den Beweis für die wissenschaftliche Absicherung der angepriesenen Wirkung blieb das Unternehmen laut Urteil schuldig. Die vorgelegten Unterlagen hätten dies nicht glaubhaft gemacht.

Auf seiner Internetseite wirbt der Hersteller aus dem Raum München damit, dass auch das Berliner Ensemble eines seiner Produkte auf der Bühne und im Zuschauerraum eingesetzt habe. Die feinen Aerosole desinfizierten zunächst die Raumluft und senkten sich dann auf alle Oberflächen nieder, heißt es dort. Auch der Eingangsbereich und die Toiletten würden so vernebelt und desinfiziert.

Ein Mitbewerber hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Firma beantragt, die Desinfektionsmittel herstellt. Diesem Antrag hatte das Gericht stattgegeben und untersagt, das Produkt so zu bewerben.

Indien nun bei bestätigten Corona-Fällen weltweit auf zweitem Platz

08.01 Uhr: Indien ist nun nach den USA das Land mit der weltweit zweithöchsten Zahl von registrierten Coronavirus-Infektionen. Laut einer auf Behördenangaben beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden in Indien bis Montag insgesamt 4,2 Millionen Ansteckungsfälle gezählt. Das Land setzte sich damit vor Brasilien, wo es 4,12 Millionen erfasste Infektionsfälle gibt. In den USA liegt die Zahl der verzeichneten Coronavirus-Infektionen bei 6,25 Millionen.

Bei der Zahl der Todesopfer der Pandemie liegt Indien aber weiterhin hinter den Vereinigten Staaten und Brasilien auf dem dritten Platz. 71.642 Todesfälle wurden in Indien bis Montag gezählt. In Brasilien lag die Zahl der registrierten Corona-Toten bei rund 126.200, in den USA bei etwa 188.500. dpa/Mahesh Kumar A/AP/dpa Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens von Hyderabad nimmt eine Nasenabstrichprobe, um sie auf COVID-19 zu testen. Derweil hat Indien bei der Zahl der Corona-Fälle die Marke von vier Millionen überschritten.

TOP-NEWS: 569 neue Corona-Fälle in Deutschland – doch sieben Länder liefern keine neuen Zahlen

20.20 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 249.572 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 569 (Vortag: 699). Allerdings haben Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Sonntag keine neuen Zahlen geliefert. Am stärksten war der Anstieg in Baden-Württemberg (+164), gefolgt von Hessen (+120) – am wenigsten neue Infektionen kamen im Saarland hinzu (+1).

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 43.415 (+164) / 1864 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 58.999 / 2.640 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Berlin: 11.726 (+24) / 226 Todesfälle (+0)
  • Brandenburg: 3.960 (+6) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2059 / 58 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Hamburg: 6500 (+15) / 236 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.098 (+120) / 535 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1023 / 20 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Niedersachsen: 17.266 (+48) / 665 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 59.810 / 1821 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Rheinland-Pfalz: 9.355 (+40) / 243 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.165 (+1) / 175 Todesfälle (+0)
  • Sachsen: 6.119 / 224 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Sachsen-Anhalt: 2.266 / 66 Todesfälle keine neuen Angaben
  • Schleswig-Holstein: 4.120 (+5) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.691 / 191 Todesfälle keine neuen Angaben

Gesamt (Stand 06.09.2020 20.01 Uhr): 249.572 (9298 Todesfälle) Zahl nach unten korrigiert

Vortag (Stand 05.09.2020 19.25 Uhr): 249.003 (9300 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 223.700

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 16.574

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,1 (Vortag 1,1)

9298 Menschen sind bislang an oder mit dem Coronavirus gestorben – die Zahl vom Vortag wurde um zwei nach unten korrigiert. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei 223.700. Somit sind derzeit 16.574 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Der R-Wert stieg laut RKI auf 1,1. Am Vortag war er auf 1. Somit stecken 100 Infizierte im Schnitt 110 weitere Personen an.

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