Grippeimpfung für Schwangere: nur noch mit Vaxigrip Tetra?

Die STIKO am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt Schwangeren die saisonale Grippeimpfung. Werdende Mütter sollten sich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel vor Grippe schützen. Seit kurzem ist eine tetravalente Grippevakzine – Vaxigrip Tetra von Sanofi Pasteur – als einziger Impfstoff auch explizit für Schwangere zugelassen. Sollten Schwangere folglich nur mit Vaxigrip Tetra geimpft werden? Was raten RKI und PEI?

Schwangere sollten sich gegen die Grippe lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, dass sich werdende Mütter ab dem zweiten Trimenon vor der echten Virusgrippe schützen. Laut Susanne Glasmacher, Sprecherin des RKI, besteht jedoch keine Kontraindikation für eine saisonale Grippeimpfung auch im ersten Trimenon einer Schwangerschaft.

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Mit der Impfempfehlung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel will die STIKO lediglich verhindern, dass die im ersten Schwangerschaftsdrittel häufiger auftretenden Spontanaborte fälschlicherweise mit der Impfung in Verbindung gebracht werden, erklärt das RKI. Frauen mit chronischen Grunderkrankungen empfiehlt die STIKO bereits eine Impfung im ersten Schwangerschaftsdrittel. Als optimalen Impfzeitpunkt nennt das RKI die Monate Oktober und November, auch haben die Grippeimpfstoffhersteller eigenen Angaben zufolgen bereits begonnen, Apotheken und Großhändler mit den Influenzavakzinen 2019/20 zu beliefern.

Inaktivierte Grippeimpfstoffe: während der gesamten Schwangerschaft

Auch die Fachinformationen zu den in Deutschland in dieser Saison verfügbaren Influenzavakzinen – Flucelvax® Tetra (Seqirus), Influsplit® Tetra (GSK), Influvac® Tetra (Mylan) und Vaxigrip® Tetra (Sanofi Pasteur) – informieren: „Inaktivierte Grippe-Impfstoffe können während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden. Verglichen mit dem ersten Schwangerschaftstrimester liegen für das zweite und dritte Schwangerschaftstrimester größere Sicherheitsdatensätze vor. Daten aus der weltweiten Anwendung von Grippeimpfstoffen zeigen jedoch keine unerwünschten fötalen und maternalen Beeinträchtigungen durch den Impfstoff.“

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