Kurkuma: Wie gesund ist Gelbwurz tatsächlich? – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Kann Kurkuma vor Krankheiten schützen?

In Asien ist Kurkuma schon seit Jahrtausenden als Gewürz und Heilmittel bekannt. Auch hierzulande wird die Wurzelknolle zunehmend eingesetzt. Kurkuma, auch Gelbwurz oder Gelber Ingwer genannt, gilt als Heilpflanze – doch was bewirkt Curcumin, der kräftig-gelbe Hauptinhaltsstoff der Pflanze, wirklich?

Obwohl Kurkuma mittlerweile auch hierzulande in vielen Küchen zu finden ist, ist vielen Menschen noch immer nicht bekannt, welche positiven Auswirkungen das exotische Gewürz auf die menschliche Gesundheit haben kann.

Gesunder Farbstoff Curcumin

Wie die Verbraucherzentrale Südtirol auf ihrer Webseite schreibt, schmeckt Kurkuma erdig bis leicht bitter und ist eine wichtige Zutat in Curry- und anderen Gewürzmischungen. Die Kurkuma-Staude ist eng mit dem Ingwer verwandt, stammt aus Südasien und wird in zahlreichen tropischen Ländern kultiviert.

Das Rhizom, der unterirdisch wachsende Spross, wird sowohl frisch als auch getrocknet und zu Pulver verarbeitet verwendet. Für die kräftig gelbe Farbe der frischen Knolle und des Pulvers ist der Farbstoff Curcumin verantwortlich, daneben sind auch viele ätherische Öle enthalten.

Entzündungshemmende Wirkung

Vor allem in Indien wird Kurkuma schon lange als Gewürz und als Heilpflanze genutzt. „Sowohl in der indischen Ayurvedalehre als auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Kurkuma bei Verdauungsbeschwerden wie beispielsweise Blähungen oder Völlegefühl angewendet,“ erklärt Silke Raffeiner, die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol.

„Kurkuma regt zudem den Gallenfluss an, wodurch die Fettverdauung erleichtert wird. Nachgewiesen wurden bislang auch eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung.“ Weil der Farbstoff Curcumin eher schlecht und nur zusammen mit Fett vom Körper aufgenommen wird, ist es empfehlenswert, kurkumahaltigen Speisen und Getränken etwas Öl zuzugeben.

Trotz der gesundheitlichen Vorteile sollte aber nicht zu viel Kurkuma verzehrt werden, denn dann drohen Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit oder Durchfall. Bei der Verwendung in der Küche überschreitet die Menge an Curcumin meist aber nicht die Empfehlung der European Food Safety Authority (EFSA) zur Tageshöchstmenge von drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, erläutert der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) in einer Mitteilung.

Wissenschaftlich nicht ausreichend belegt

Außer im Gewürzregal ist Kurkuma beziehungsweise Curcumin auch in Nahrungsergänzungsmitteln zu finden. Allerdings sind angebliche Wirkungen dieser Kapseln und anderer Präparate gegen Diabetes, Alzheimer oder Krebs nach wissenschaftlichen Kriterien bisher nicht ausreichend belegt.

Solche Wirkungen konnten zwar ansatzweise in Versuchen an Zellkulturen und Tieren nachgewiesen werden. Die Ergebnisse sind aber nicht automatisch auf den Menschen übertragbar, und groß angelegte Studien am Menschen fehlen bislang. Daher dürfen kurkumahaltige Nahrungsergänzungsmittel nicht mit gesundheitsbezogenen Aussagen (Health Claims) beworben werden. (ad)

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