May/Bauer: 14 Euro pro Grippeimpfung für Apotheker

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant, imApotheken-Stärkungsgesetz die Durchführung von Modellvorhaben zuGrippeschutzimpfungen in Apotheken zu verankern. Doch wie kann dies praktischaussehen, welche Honorierung ist angemessen? Die AZ hat dazu denGesundheitsökonomen Prof. Dr. Uwe May und die Politikwissenschaftlerin CosimaBauer befragt, die sich bereits in einer Studie im Auftrag desBundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) ausführlich mit derGrippeschutzimpfung in Apotheken befasst haben.

Im Interview mit der AZ verweisen Uwe May und Cosima Bauer darauf, dass im Hinblick auf eineHonorierung für die Grippeschutzimpfung selbstverständlich der zeitliche Aufwand und die hierzuerforderliche fachliche Qualifikation sowie eben auch Verantwortung in Rechnungzu stellen seien.

Der zeitliche Aufwand, den eine Impfberatung zusammen mit demeigentlichen Impfvorgang in Anspruch nehme, sei leicht messbar. Dieser sei imLichte der hohen Qualifikation, eben der eines akademischen Heilberufs, monetärzu bewerten. Schlussendlich müssten diejenigen, die die sich daraus ergebendenKosten zu tragen haben, ab­wägen, ob Nutzen und Aufwand in einem angemessenenVerhältnis stehen.

Letzteres dürfte, so May und Bauer unter Verweis auf dieeigenen gesundheitsökonomischen Berechnungen, im Fall der Grippeimpfung außerFrage stehen. Bei ihren Modellrechnungen seien sie davon aus­gegangen, dass dieApotheken für jede durchgeführte Grippeimpfung mit 14 Euro honoriert werden. 

Mehr dazu in der aktuellen AZ!

Dasvollständige Interview mit May/Bauer mit dem Titel „Honorar muss attraktiv sein“ lesen Sie in der aktuellen AZ2019, Nr. 27, S. 5.

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