Merkel soll knallharte Lockdown-Maßnahmen planen – Neuinfektionen sinken endlich wieder

Alle News zur Corona-Pandemie: Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz verringerte sich zuletzt leicht von 134,0 auf 131,4. Die Intensivbetten sind so stark ausgelastet wie zu den Spitzenzeiten im Frühjahr 2020 – über 3000 Patienten werden dort behandelt. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 2. April

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09.33 Uhr: Bei verstärkten Verkehrskontrollen über Ostern sind in Mecklenburg-Vorpommern die Insassen von 82 Fahrzeugen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln des Landes verwiesen worden. Bei den Überprüfungen am Freitag in Neubrandenburg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ging es unter anderem um verbotene touristische Einreisen, wie die Polizei mitteilte.

Demnach wurden 152 Menschen aufgefordert, das Bundesland wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt darlegen konnten. Insgesamt wurden 800 Fahrzeuge von der Polizei überprüft. Die verstärkten Kontrollen finden über die Osterfeiertage statt.

07.17 Uhr: Der argentinische Präsident Alberto Fernández ist trotz einer Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe leichtes Fieber und Kopfschmerzen gehabt und daher einen Antigen-Schnelltest gemacht, schrieb der 62-Jährige am Samstag im Onlinedienst Twitter. Dieser sei positiv ausgefallen. Er habe sich außerdem einem PCR-Test unterzogen, dessen Ergebnis noch nicht vorliege. PCR-Tests, die anders als die Schnelltests in Laboren ausgewertet, gelten als zuverlässiger.

Fernández hatte am Freitag seinen 62. Geburtstag gefeiert. Er sei wohlauf, „auch wenn ich meinen Geburtstag gerne ohne diese Nachricht beendet hätte“, schrieb er auf Twitter. Er habe sich vorsorglich isoliert. Der argentinische Staatschef wurde bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Dosis der russischen Vakzins Sputnik V erhielt er nach Angaben aus dem Präsidentenpalast am 11. Februar.

RKI registriert mehr als 18.000 Neuinfektionen an einem Feiertag – Inzidenz sinkt leicht

Samstag, 03. April, 06.58 Uhr: In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 18.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 18.129 neue Ansteckungsfälle und 120 neue Todesfälle registriert. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.472 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle verzeichnet.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz verringerte sich im Vergleich zum Vortag leicht von 134,0 auf 131,4. Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. In den vergangenen Tagen blieb sie etwa gleich.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach Angaben des RKI auf 2.873.190. Insgesamt 76.895 Infizierte starben.

Ausgangssperren auch am Tag: Bund soll angeblich knallharte Lockdown-Maßnahmen planen

22.55 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel ist seit Tagen unzufrieden mit dem teils sehr unterschiedlichen Corona-Management einiger Bundesländer. Zuletzt hatte die Kanzlerin Nordrhein-Westfalen und das Saarland für ihre Corona-Politik kritisiert. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung plant Merkel daher nun härtere Maßnahmen bis hin zu einem bundesweiten Mega-Lockdown.

Laut dem Bericht sind für die Zeit nach Ostern möglicherweise knallharte Maßnahmen im Gespräch, um die dritte Corona-Welle und die seit Wochen steigenden Infektionszahlen zu brechen. Laut "Bild" sollen in geheimen Gesprächen mit Merkel weitgehende Schulschließungen und ein wochenlanger, bundesweit einheitlicher Lockdown als mögliche Maßnahmen diskutiert worden sein. Zudem plane der Bund möglicherweise Ausgangssperren, die auch am Tag gelten könnten. Die Entscheidung, wie es weitergeht, soll offenbar nach Ostern fallen.

"Es ist noch nichts entschieden", sagte einer Politiker aus der Unionsspitze gegenüber "Bild". Angeblich werde auch über einen neuen Passus im Infektionsschutzgesetz sowie die Einbeziehung des Bundestags im Vorfeld des nächsten Bund-Länder-Gipfels gesprochen.

Bundesländer melden rund 1000 Corona-Neuinfektionen weniger – starker Anstieg bei Intensivpatienten

21.15 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Karfreitag binnen 24 Stunden 20.881 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie aus einer Auswertung von FOCUS Online hervorgeht. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg somit auf 2.862.745 laborbestätigte Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen lag damit etwas niedriger als am Freitag vor einer Woche, als aber kein Feiertag war. Vor einer Woche hatten die Länder 21.939 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet und damit rund 1000 Fälle mehr.

Zudem wurden der Auswertung von FOCUS Online zufolge aus den Ländern am Freitag 187 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit lag diese Zahl fast auf demselben Niveau wie vor einer Woche, als die Länder 186 Todesfälle übermittelt hatten. Insgesamt gab es seit Beginn der Corona-Pandemie 76.862 Todesopfer in Deutschland.

Ein deutlicher Anstieg ist hingegen bei der Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen zu sehen. Laut Zahlen des DIVI-Intensivregisters wurden am Freitag bundesweit 3849 Menschen intensivmedizinisch behandelt – das entspricht einem Plus von 120 Intensivpatienten innerhalb eines Tages und einem der höchsten Tageszuwächse in den letzten Wochen.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 2.862.745, 76.862 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 370.306 (+2599), 8737 Todesfälle (+9)
  • Bayern 503.777 (+3700), 13.287 Todesfälle (+27)
  • Berlin 147.950 (+484), 3081 Todesfälle (+10)
  • Brandenburg 89.189 (+728), 3308 Todesfälle (+3)
  • Bremen 21.278 (+140), 407 Todesfälle (+0)
  • Hamburg 62.292 (+483), 1393 Todesfälle (+11)
  • Hessen 221.480 (+1996), 6351 Todesfälle (+13)
  • Mecklenburg-Vorpommern 31.265 (+308), 873 Todesfälle (+2)
  • Niedersachsen 200.364 (+1870), 4896 Todesfälle (+17)
  • Nordrhein-Westfalen 617.526 (+4671), 14.269 Todesfälle (+39)
  • Rheinland-Pfalz 118.251 (+592), 3337 Todesfälle (+3)
  • Saarland 32.228 (+103), 940 Todesfälle (+0)
  • Sachsen 225.160 (+1333), 8420 Todesfälle (+20)
  • Sachsen-Anhalt 74.727 (+666), 2756 Todesfälle (+2)
  • Schleswig-Holstein 50.685 (+340), 1439 Todesfälle (+1)
  • Thüringen 96.265 (+868), 3368 Todesfälle (+30)

Gesamtstand (02.04.2021, 21.04 Uhr) 2.862.745 (+20.881), 76.862 Todesfälle (+187)

Vortag (01.04.2021, 20.21 Uhr) 2.841.864 (+22.416), 76.675 Todesfälle (+221)

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.548.200 (+13.200). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 237.683.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,03 (Stand Vortag: 0,99)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3849 (+120)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2151 (+78)

Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 01.04.): 9.627.222 Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (11,6 Prozent) und 4.152.414 Menschen eine Zweitimpfung (5,0 Prozent)

Anteil positiver Coronatests: 9%.

Rekordwert in der Türkei: 42.300 Neuinfektionen an einem Tag

20.50 Uhr: Das ist ein trauriger Rekordwert: Die Türkei meldet am Freitag 42.308 Neuinfektionen und damit den höchsten Tageswert seit Beginn der Corona-Pandemie. Bereits am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen in der Türkei die Marke von 40.000 knapp überschritten.

Die türkische Ärztevereinigung TTB schlug angesichts der stark steigenden Zahlen Alarm: "Die Intensivbetten sind voll", sagte deren Vorsitzende Sebnem Korur Fincanci der Deutschen Presse-Agentur. Einen Platz im Krankenhaus zu finden, erweise sich als "sehr schwierig".

Demonstration gegen Ausgangsbeschränkung in Hamburg

20.03 Uhr: Kurz vor dem ersten Inkrafttreten einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung in Hamburg haben linke Gruppen auf dem Rathausmarkt gegen die Corona-Politik des Senats demonstriert. Statt einseitig die privaten Kontakte einzuschränken, müssten die Betriebe heruntergefahren werden, forderten Rednerinnen am Karfreitagabend vor – laut Polizei – rund 250 Teilnehmern. Zu der Demonstration aufgerufen hatten linke und linksextreme Gruppen wie die Interventionistische Linke, die DKP, die Föderation der Demokratischen Arbeitervereine und der Internationale Jugendverein.

In Hamburg sollte um 21.00 eine Ausgangsbeschränkung in Kraft treten. Bis 5.00 Uhr morgens dürfen die Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen werden. Dazu zählt unter anderem auch das Gassigehen mit dem Hund oder ein Spaziergang an der frischen Luft, aber immer nur allein. Die Verordnung des rot-grünen Senats gilt zunächst bis zum 18. April, dürfte aber verlängert werden, sollten die Infektionszahlen nicht deutlich zurückgehen.

Gericht stellt nächtliche Ausgangssperre in Region Hannover in Frage

19.15 Uhr: In niedersächsischen Corona-Hotspots mit einer 7-Tages-Inzidenz von mehr als 150 gilt derzeit eine nächtliche Ausgangssperre. Doch nun gibt es ein Urteil, das die Ausgangsbeschränkung zumindest in Frage stellt. Das Verwaltungsgericht Hannover hat laut einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ am Freitag mehreren Eilanträgen gegen die Anordnung recht gegeben und damit die seit Donnerstagabend geltende Ausgangssperre in Frage gestellt. Die Entscheidung hat nur Gültigkeit für die Ausgangssperre in der Region Hannover und gilt nur für die Antragsteller.

Demnach hege das Gericht Zweifel, ob eine solche Ausgangssperre verhältnismäßig sei. Die Anordnung in der Region Hannover gilt zwischen 22.00 und 5.00 Uhr, in manchen Kommunen Niedersachsens auch schon ab 21.00 Uhr.

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