Moderna liefert an die Impfallianz Gavi – ein Tropfen auf dem heißen Stein?

Die Impfallianz Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunisation) und Moderna haben Anfang dieser Woche ein Lieferabkommen über bis zu 500 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffs geschlossen. Dieser wird dem weltweiten Covax-Programm zugeführt, einer Einkaufsgemeinschaft für Impfstoffe, die einen weltweit gleichmäßigen und gerechten Zugang zu COVID-19-Vakzinen gewährleisten will. Doch der Zugang ist bisher alles andere als gerecht.

„Wir freuen uns sehr, diese neue Vereinbarung mit Moderna zu unterzeichnen, die den Teilnehmenden der Covax-Initiative Zugang zu einem weiteren hochwirksamen Impfstoff verschafft“, sagte Dr. Seth Berkley, CEO von Gavi in einer Pressemitteilung der Organisation. Auch Stéphane Bancel, Chief Executive Officer von Moderna, ist seinen Partnern von Gavi und Covax für deren unermüdliche Arbeit und dem gesamten Moderna-Team für die Zusammenarbeit bei der Erreichung dieser Vereinbarung dankbar. Er erklärt in einer Pressemitteilung: „Wir unterstützen die Mission von Covax, einen breiten, erschwinglichen und gerechten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen zu gewährleisten, und sind weiterhin entschlossen, alles zu tun, was wir können, um diese anhaltende Pandemie mit unserem mRNA-COVID-19-Impfstoff zu beenden.“ 

Der mit Moderna vereinbarte Vorverkaufsvertrag sieht bis zu 500 Millionen Dosen vor. Die Einführung mit 34 Millionen Dosen wird jedoch erst im vierten Quartal dieses Jahres beginnen, teilte die Gavi-Impfstoffallianz mit. Der Großteil – 466 Millionen Dosen – werde erst im nächsten Jahr verfügbar sein. 

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Die Vereinbarung erfolgte, nachdem die WHO den Impfstoff des US-amerikanischen Arzneimittelherstellers am letzten Freitag dem „Emergency Use Listing“, also für den Notfalleinsatz, hinzugefügt hatte. Dies sei eine Voraussetzung für die Initiative „Covid-19 Vaccines Global Access“ kurz Covax. Diese ist quasi eine weltweite Einkaufsgemeinschaft für Impfstoffe, die unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geführt und von rund 190 Staaten, Privatunternehmen und Stiftungen unterstützt wird. Sie möchte Entwicklungs- und Schwellenländern einen gerechten Zugang zu Vakzinen ermöglichen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2021 vor allem in den ärmeren Ländern jene 20 Prozent der Bevölkerung zu impfen, die am stärksten gefährdet sind, allen voran Mitarbeitende des Gesundheitswesens. 

Laut Nachrichtenagentur Reuters erweitert der Deal mit Moderna die „Pipeline“ des Programms nun auf acht Impfstoffe.

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