MVZ: „Ein weitgehend intransparentes System“

Synergieeffekte, koordinierte Behandlungsprogramme, qualitativ bessere Therapien und das alles soll auch noch Kosten einsparen. Medizinische Versorgungszentren (MVZ) werden seit ihrer Einführung im Jahr 2004 immer wieder hochgelobt. Doch ein Blick hinter die Mauern zeigt, dass es vor allem Finanzinvestoren sind, die profitieren können. Apotheker Dr. Franz Stadler hat die Konstrukte näher analysiert.

Sie werden gerne als Nachfolger der ostdeutschen Polikliniken dargestellt, doch anders als in der ehemaligen DDR sind die heutigen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) eher als eine gezündete zweite Raketenstufe der Kommerzialisierung des Gesundheitssystems anzusehen, meint Dr. Franz Stadler, Apotheker und Autor. Für die aktuelle DAZ-Ausgabe hat er das MVZ-System näher analysiert. 

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Im Jahr 2019 wurden rund 45 Milliarden Euro und damit rund 18 Prozent der GKV-Ausgaben für den ambulanten Behandlungssektor ausgegeben. Dass daran unter anderem (auch internationale) Finanzinvestoren Interesse zeigen, wundert Stadler nicht. Über MVZ ist es den fachfremden Gesellschaftern möglich, an der ambulanten Versorgung in der GKV teilzunehmen und vom Geld aus der Solidargemeinschaft zu profitieren. Welche Folgen hat dies für die Allgemeinheit? Höhlt dies unser Gesundheitssystem durch Rosinenpickerei aus?

In der aktuellen Folge des DAZ-Podcasts erklärt Stadler, zu welchem Ergebnis zwei bedeutende Gutachten im Zusammenhang mit den MVZ kommen und welche Konsequenzen er für die Apotheken ableitet.

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