NRW ordnet Notbremse in Düsseldorf an – RKI meldet mehr als 13.000 Neuinfektionen, Inzidenz steigt

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Armin Laschet fordert einen „Brücken-Lockdown“ im Kampf gegen die dritte Welle, auch Kanzlerin Merkel spricht sich für einen einheitlichen Lockdown aus. Unterdessen hat Deutschland am Sonntag die Marke von drei Millionen Corona-Infektionen überschritten. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 13. April

Corona-News im Überblick:

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Scholz: Firmen erhalten keine Erstattung für Corona-Tests

08.16 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt Unternehmen für regelmäßige Corona-Tests keine Kompensation in Aussicht. Da sei nun eine nationale Kraftanstrengung der Firmen nötig. "Da müssen alle mitmachen", sagt der SPD-Kanzlerkandidat im "Deutschlandfunk". Die Verpflichtung, Mitarbeitern in Büros und Fabriken regelmäßige Tests anzubieten, sei richtig. Die angestrebte Marke, dass dies mindestens 90 Prozent machten, sei bisher nicht erreicht worden. "Den Übrigen helfen wir jetzt mit einer Verordnung." Es werde dabei eine Dokumentationspflicht für bestellte Tests geben. Die Verordnung gelte nicht nur für private Firmen, sondern auch den öffentlichen Dienst.

Heil: Bisheriges Angebot für Corona-Tests in Betrieben "reicht nicht"

08.03 Uhr: Angesichts der Diskussion um eine Angebotspflicht für Coronatests in Unternehmen hat Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) betont, dass Freiwilligkeit allein nicht ausreiche. "Erfahrungen zeigen, 60 Prozent der Beschäftigten haben jetzt schon ein Testangebot. Das ist schon richtig gut, dass Unternehmen sich da engagieren. Aber das reicht nicht", sagte Heil am Dienstagmorgen im ARD-"Morgenmagazin".

Unternehmen in Deutschland sollen künftig ihren Beschäftigten einmal in der Woche Tests zur Verfügung stellen, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. Das geht aus einem Entwurf der Bundesregierung hervor. Beschäftigte müssen demnach das Angebot aber nicht annehmen. Wer viel Kundenkontakt hat oder in Gemeinschaftsunterkünften lebt, soll Anspruch auf zwei Tests haben.

"Das ist Aufwand, aber es ist nicht unverhältnismäßig. Und der Markt, das sagt der Bundesgesundheitsminister inzwischen auch, gibt es her, dass man sich solche Tests auch beschaffen kann", sagte Heil. "Wir schreiben nicht eine bestimmte Form des Tests vor, sondern alle Antigen-Schnelltest gehören dazu."

In der Bundesregierung wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zur Testangebotspflicht eine Paketlösung angestrebt. Die entsprechende Änderung der Arbeitsschutzverordnung soll gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes für eine bundesweite Corona-Notbremse kommen.

Foto: dpa/Michael Kappeler Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales  

Studien: Britische Mutation ist ansteckender, aber nicht tödlicher

07.30 Uhr: Die britische Virus-Mutation B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Das belegen zweu separate Studien, die am Dienstag in den Fachmagazinen „The Lancet Infectious Diseases“ und „The Lancet Public Health“ veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es Annahmen gegeben, dass die Virus-Varianta nicht nur ansteckender, sondern auch tödlicher sein könnte.

In ihrer Studie untersuchten Forscher des University College London mit PCR-Tests die Viruslast von Infizierten und werteten die in diesem Zeitraum aufgetretenen schweren Verläufe und Todesfälle aus. Bei Infizierten mit der britischen Variante stellten sie eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht.

Die andere Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus. Auch hier wurden keine signifikanten Unterschiede bei der Schwere der Erkrankung sowie bei nachweisbaren Langzeitwirkungen einer Infektion festgestellt. Bei Infektionen mit der britischen Variante war der R-Wert jedoch deutlich höher, was ebenso eine höhere Übertragbarkeit impliziert.

Mehr als 150 Millionen Euro für Lohnfortzahlung in Quarantäne

07.02 Uhr: Die Bundesländer haben wegen behördlich angeordneter Quarantäne in der Pandemie bislang Verdienstausfälle in dreistelliger Millionenhöhe erstattet. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den zuständigen Ämtern der Länder hervor. Demnach wurden bislang mindestens 150 Millionen Euro ausgezahlt. Während in etwa in Hessen oder Baden-Württemberg vergleichsweise viel Geld geflossen ist, stauen sich in anderen Ländern die Anträge. Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne haben Arbeitnehmer Anspruch auf Entschädigung. Diese erhalten sie in den ersten sechs Wochen als Lohnfortzahlung von ihren Arbeitgebern. Diese müssen in Vorleistung gehen und können sich den Betrag anschließend erstatten lassen.

06.44 Uhr: In dem Quarantäne-Hotel auf Mallorca sind derzeit 27 Urlauber aus Deutschland untergebracht. Besucher, die auf der spanischen Urlaubsinsel positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, absolvieren dort allein oder zusammen mit ihren jeweiligen Reisebegleitern die vorgeschriebene Isolierung, die mindestens zehn Tage beträgt, wie regionale Medien am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden der Balearen berichteten.

Neben den Besuchern aus Deutschland seien in dem Hotel derzeit auch drei weitere ausländische Touristen sowie fünf Bewohner der Insel untergebracht, die nicht anderswo in Quarantäne gesetzt werden könnten. Wie viele der 27 Urlauber aus Deutschland positiv getestet worden sind, hätten die Behörden nicht sagen können, berichteten die „Mallorca Zeitung“ und das „Mallorca Magazin“.

Das Kongresshotel Meliá Palma Bay wurde von der Balearen-Regierung als „Corona-Hotel“ unter Vertrag genommen. Die Kosten für die Unterbringung der dort isolierten Gäste übernimmt die spanische Region. Besucher, die auf Mallorca positiv getestet werden, dürfen allerdings auf eigene Kosten auch in ihrem Hotel, im Ferienhaus oder der eigenen Immobilie die Quarantäne absitzen. Einige Hotels haben dafür eigens eingerichtete „Corona-Bereiche“.

Seit knapp zwei Wochen herrscht eine generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland. Rückkehrer müssen sich vor Abflug testen lassen. Wegen der in ganz Spanien geltenden Vorschriften müssen derweil Menschen, die Mallorca oder eine andere spanische Region besuchen, auch bei Einreise einen negativen Test vorlegen.

Inzidenz steigt auf 140,9: RKI registriert 10.810 Corona-Neuinfektionen

06.00 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Doch könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 140,9. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,2 an, vor einer Woche lag sie bei 123. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,09 (Vortag: 1,08). Getty Images/Westend61 Die Zahlen der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen steigen seit Mitte März deutlich (Symbolbild).

Impfstoff-immune Corona-Mutanten in Deutschland denkbar

05.32 Uhr: Corona-Varianten, gegen die aktuelle Impfstoffe weniger oder gar nicht mehr wirken, können nach Einschätzung von Forschern auch in Deutschland entstehen. Das sei insbesondere dann möglich, wenn sich das Virus jetzt in der dritten Welle stark ausbreitet, erklärten Stefan Pöhlmann und Markus Hoffmann vom Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen.

Solche Escape-Varianten können den Angaben nach entstehen, wenn sich das Virus in einer Bevölkerung mit unvollständigem Immunschutz ausbreitet, wie derzeit in Deutschland. Dies sei beispielsweise auch der Fall, wenn die Immunität nach überstandener Infektion oder Impfung langsam abnimmt. 

In einer Bevölkerung mit einem gewissen Grad an Immunität hätten Escape-Varianten bei vergleichbarer Infektiosität einen Vorteil gegenüber dem Ursprungsvirus, erläuterten Pöhlmann und Hoffmann. In einem solchen Szenario würde eine Escape-Variante relativ schnell dominant werden. Beispiel könnte die Mutante P.1 in Brasilien sein.

Studien: Britische Variante nicht tödlicher – aber höhere Viruslast

04.40 Uhr: Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen. Bei Infizierten mit der sogenannten britischen Variante stellten Forscher eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht.

Die andere veröffentlichte Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus, die diese über eine App des Gesundheitssystems meldeten. Mittels Gensequenzierung stellten sie zudem fest, an welcher Corona-Variante die Betroffenen erkrankt waren. Die Forscher wiesen für die britische Variante eine deutliche Erhöhung des R-Wertes nach, der die Entwicklung der Pandemie beschreibt. Das spricht ebenfalls für eine erhöhte Übertragbarkeit der Variante.

Wirtschaftsverbände machen weiter Front gegen Corona-Testpflicht in Betrieben

04.10 Uhr: Die Wirtschaftsverbände machen weiter Front gegen die geplante Corona-Testpflicht für Unternehmen. "Einmal mehr versucht die Politik, ihre Pflicht auf die Arbeitgeber abzuwälzen, von den Kosten ganz zu schweigen", sagte der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner. Neun von zehn Unternehmen würden ihre Mitarbeiter bereits auf das Corona-Virus testen oder dies in Kürze tun. Börner plädiert grundsätzlich nur für anlassbezogene Tests: "Feste Testintervalle sind untauglich." dpa Anton Börner ist unzufrieden mit der politischen Entscheidungsfindung in Deutschland. Dabei bezieht er sich nicht allein auf das Krisenmanagement der Pandemie

Das Bundeskabinett will nach Angaben der SPD am Dienstag eine Regelung beschließen, die Arbeitgeber zu einem Schnelltest-Angebot für Präsenzbeschäftigte verpflichtet. Vorgesehen ist nach Angaben des "Handelsblatts", dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten, sofern diese nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, künftig mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anbieten.

Im Sommer könnten Apotheker gegen Corona impfen

Dienstag, 13. April 2021, 03.15 Uhr: Der Apothekerverband Nordrhein hat vorgeschlagen, im Sommer auch die Apotheker in die Corona-Impfkampagne einzubeziehen. "Wenn es im Laufe des Sommers ein Überangebot an Impfstoffen gibt, müsste man überlegen, die Apotheken in das Impfgeschehen mit einzubeziehen. So könnte die Impfkampagne schneller voran schreiten", sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Auch in anderen Ländern wie Großbritannien, Dänemark, Frankreich, der Schweiz und den USA würden Apotheker bei den Corona-Impfungen einbezogen. Uli Deck/dpa/Archivbild Das Logo an einer Apotheke.

In wenigen Wochen werde wahrscheinlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen, als zeitnah geimpft werden könne, so Preis. "In dieser und der nächsten Woche gibt es im Schnitt 24 Dosen pro Praxis. Ab der 17. Kalenderwoche gibt es bereits 40 Dosen pro Praxis, in der 18. KW sogar 70 Dosen. Im Sommer können es dann sogar etwa 300 Dosen pro Woche und Praxis sein. Die Frage ist, ob die Praxen das überhaupt noch verimpfen können, zumal der normale Praxisalltag ja weitergeht."

Mehr als eine Million Corona-Tote in Europa

20.51 Uhr: In Europa hat die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie die Schwelle von einer Million überschritten. In den 52 Ländern und Territorien des Kontinents wurden bis Montagabend insgesamt 1.000.288 Todesfälle von Corona-Infizierten registriert, wie die Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben errechnete.

Europa ist damit die Region mit der höchsten Opferzahl der Pandemie, gefolgt von Lateinamerika mit 832.577 Toten und Nordamerika mit 585.428 Todesopfern. In Deutschland sind bislang 78.571 Menschen gestorben.

Lockdown im Osten Österreichs wird verlängert

20.26 Uhr: Im Osten Österreichs wird der Corona-Lockdown um weitere zwei Wochen verlängert. Die Landeschefin von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, begründete dies am Montagabend mit einer kritischen Lage in Krankenhäusern und speziell auf Intensivstationen. Die Einschränkungen in Niederösterreich und in der Hauptstadt Wien sollen nun bis zum 2. Mai gelten. Das Bundesland Burgenland will am Mittwoch entscheiden, ob es den Lockdown über den 18. April hinaus fortsetzt.

Die drei Bundesländer im Osten sind die einzigen Regionen in Österreich, die vor allem wegen der britischen Virus-Variante mit der Schließung des Handels und der Dienstleister auf die Corona-Situation reagierten. In den anderen sechs Bundesländern ist die Lage teils deutlich entspannter. Generell ist die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche – in Österreich deutlich gefallen. Am Montag lag sie aber immer noch bei 207.

Aktuelle Corona-Lage: Mehr als 10.000 Neuinfektionen – Zahl der Intensivpatienten steigt weiter

19.42 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Montag binnen 24 Stunden 10.147 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie aus einer Auswertung von FOCUS Online hervorgeht. Damit lag die Zahl der neu gemeldeten Fälle um 2843 höher als am Montag der Vorwoche, als die Länder rund 7304 neue Corona-Fälle übermittelt hatten.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 3.016.451, 78.571 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 389.433 (+1125), 8946 Todesfälle (+19)
  • Bayern 531.032 (+2220), 13.513 Todesfälle (+16)
  • Berlin 153.994 (+539), 3127 Todesfälle (+4)
  • Brandenburg 93.342 (+318), 3372 Todesfälle (+3)
  • Bremen 22.473 (+111), 425 Todesfälle (+4)
  • Hamburg 65.926 (+309), 1412 Todesfälle (+1)
  • Hessen 233.812 (+628), 6488 Todesfälle (+7)
  • Mecklenburg-Vorpommern 34.022 (+176), 914 Todesfälle (+7)
  • Niedersachsen 211.860 (+621), 5018 Todesfälle (+1)
  • Nordrhein-Westfalen 649.934 (+2386), 14.588 Todesfälle (+13)
  • Rheinland-Pfalz 124.720 (+632), 3405 Todesfälle (+7)
  • Saarland 33.661 (+47), 950 Todesfälle (+3)
  • Sachsen 236.504 (+774), 8568 Todesfälle (+15)
  • Sachsen-Anhalt 79.708 (+279), 2877 Todesfälle (+15)
  • Schleswig-Holstein 53.326 (+197), 1466 Todesfälle (+5)
  • Thüringen 102.704 (+444), 3502 Todesfälle (+37)

Gesamtstand (12.04.2021, 19.30 Uhr): 3.016.451 Fälle (+10.147), 78.571 Todesfälle (+157)

Vortag (11.04.2021, 20.18 Uhr): 3.006.304 Fälle (+16.907), 78.414 Todesfälle (+86)

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.683.900 (+12.700). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 256.690.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,09 (Vortag: 1,08)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4662 (+77)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2662 (+58)

Anzahl Geimpfter (und Impfquote) laut RKI (Stand 10.04): 12.670.288 Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten (15,2 Prozent) und 4.910.308 Menschen eine Zweitimpfung (5,9 Prozent)

Am Montag wurden aus den Ländern laut der Auswertung von FOCUS Online zudem 157 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist im Wochentagsvergleich deutlich mehr: Vor einer Woche lag diese Zahl noch bei 60 Todesfällen. Damit sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 78.571 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. 

Sorge macht weiterhin die Entwicklung auf den Intensivstationen. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen steigt weiter leicht an und lag nach Angaben des DIVI-Intensivregisters am Montag bei 4662 (+77 im Vergleich zum Vortag). Davon mussten 2662 Patienten invasiv beatmet werden, 58 mehr als einen Tag zuvor. Der R-Wert stieg außerdem etwas an, lag laut RKI am Montag bei 1,09.

Athen: Griechenland öffnet den Tourismus ab 14. Mai

18.30 Uhr: Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und Urlaub machen können. Dies teilte die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki am Montag mit. Es werde aber Voraussetzungen geben: "Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen", sagte sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschließend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können, hieß es. Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien auch Serbien und Großbritannien, teilte die Vizeministerin weiter mit. 

Athen hatte bereits Ende März auf bilateraler Ebene die Quarantänepflicht für Besucher aus Israel abgeschafft. Israelische Urlauber müssen eine offizielle Bestätigung auf Englisch vorzeigen, dass sie geimpft sind. Zudem müssen 14 Tage nach der zweiten Impfung vergangen sein. Die Besucher aus Israel müssen auch einen negativen PCR-Corona-Test vorzeigen, der nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf.

Die griechische Regierung drängt seit Jahresbeginn darauf, einen EU-weit gültigen Impfpass zu entwickeln. Damit soll der griechische Tourismus-Sektor gerettet werden, der normalerweise fast ein Fünftel der griechischen Wirtschaftsleistung ausmacht. "Wir hoffen, dass es diesen EU-Impfpass bis Juni geben wird", sagte die Vizeministerin weiter.

Merkels Bundes-Notbremse nicht fertig: Länder verlängern ihre Lockdown-Regeln um drei Wochen

13.47 Uhr: Die Länder werden nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" die gegenwärtigen Lockdown-Regelungen um vorerst drei Wochen verlängern. Darauf verständigten sich die Länder am Wochenende. Eigentlich würden die Restriktionen rechtlich am kommenden Montag enden.

Das heißt: Die aktuellen Corona-Vorschriften in den Ländern bestehen bis voraussichtlich 9. Mai fort. Damit gilt in den allermeisten Kreisen: Mit vorherigem negativen Tests und Termin ist shoppen im Grundsatz erlaubt, Schulen und Kitas sind beschränkt offen, persönliche Treffen aber nur sehr eingeschränkt möglich. Sportangebote, Kulturbetriebe, Hotels und Restaurants bleiben faktisch vorerst weiter dicht, da mehr als zwei Drittel aller deutschen Landkreise die für Öffnungen in diesem Bereich notwendigen Inzidenzwerte nicht erfüllen. Wochit/Getty Images Corona-Gipfel abgesagt: Merkel setzt auf einheitliche Regelungen

Die Länder reagieren damit auf die Planungen der Bundesregierung für eine Bundes-"Notbremse". Diese dürfte nämlich erst nächste Woche in Kraft treten, da aktuell noch an einer entsprechenden Gesetzesänderung gearbeitet wird. Die Länder fürchten eine Lücke in der Rechtsgrundlage, weshalb sie jetzt reagieren.

Nach Informationen von Business Insider geht das Kanzleramt davon aus, dass die Bundes-"Notbremse" in den betroffenen Landkreisen bis Ende Mai oder Mitte Juni gelten wird. Erst dann sei das Infektionsgeschehen in den Griff zu kriegen, prognostizierte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in der Schaltkonferenz mit den Ländern am Sonntag. Auch der "Tagesspiegel" berichtet über die Aussagen.

Pensionierter Polizist nahm an Querdenken-Demo teil – jetzt muss er 10.000 Euro zahlen

13.37 Uhr: Nach seiner Teilnahme an sogenannten Querdenken-Demonstrationen soll ein pensionierter Münchner Polizist 10.000 Euro Strafe zahlen. Ein Sprecher des Amtsgerichts München bestätigte am Montag die Verurteilung zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu jeweils 100 Euro. Für die Strafe eine wesentliche Rolle gespielt hätten dabei aber der Besitz und das Mitführen eines Taschenmessers. Der frühere Polizist und sein Verteidiger hätten auf Freispruch plädiert.

Der bayerische Landesverband der Gewerkschaft der Polizei begrüßte das Urteil als richtungsweisend und "klares Zeichen". Der pensionierte Polizist habe mehrfach zu Demonstrationen von Corona-Gegnern aufgerufen, sei bei Demonstrationen von sogenannten Querdenkern als Redner aufgetreten und habe zuletzt Polizisten als "Staatsterroristen" beschimpft. Wie der Sprecher des Amtsgerichts sagte, verweigerte der Mann in der Gerichtsverhandlung am Montag auch das Tragen einer Maske. Er habe dazu aber ein Attest vorgelegt.

"Rote Linie überschritten": Landrat legt Widerspruch gegen Ausgangssperre ein

13.15 Uhr: Neben dem Bitburg-Prüm-Landrat Joachim Streit (Freie Wähler) ist auch sein Rhein-Hunsrück-Amtskollege Marlon Bröhr (CDU) als Privatperson gegen eine eigene Corona-Regelung vorgegangen. Wie das Verwaltungsgericht Koblenz am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, hatte Bröhr in einem Eilverfahren Widerspruch gegen die nächtliche Ausgangsbeschränkung eingelegt, die er wegen hoher Corona-Fallzahlen im Rhein-Hunsrück-Kreis vorerst bis zum 20. April verfügt hatte. Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild Polizisten kontrollieren die Einhaltung der Ausgangssperre.

Dort hatte die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Grenze von 100 überschritten – daraufhin wurde Bröhr nach eigener Aussage in der vergangenen Woche vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium zu der Ausgangsbeschränkung verpflichtet. Demnach dürfen die Bürger seines Kreises zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr außer bei triftigen Gründen nicht mehr ihre Häuser verlassen.

Bröhr sagte: "Da wird eine rote Linie überschritten." Die Ausgangsbeschränkung sei nicht zweckmäßig. Im ländlich geprägten Rhein-Hunsrück-Kreis sei bislang keine einzige Corona-Infektion in der Nacht nachgewiesen worden – die Ansteckungen passierten tagsüber. Das Verwaltungsgericht Koblenz rechnete nach Mitteilung vom Montag "in naher Zukunft" mit einer Entscheidung.

Sehen Sie hier die Inzidenzen im Überblick:  
 
 

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Union legt wieder zu – rechnerisch nur noch eine Koalition möglich

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