Rückruf: Gefährliche Keime in Käse festgestellt – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Listerien in Bergkäse – Produkt nicht verzehren

Die Schweizer Molkerei Gstaad hat einen Rückruf für Käse gestartet. Laut dem Unternehmen wurden im Rahmen von internen Kontrollen Listerien in dem „Gstaader Bergkäse im Kräutermantel“ nachgewiesen. Diese Bakterien können der Gesundheit schaden. Vom Verzehr des Produkts wird abgeraten.

Wie das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auf seiner Webseite berichtet, ruft die Molkerei Gstaad das Produkt „Gstaader Bergkäse im Kräutermantel“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) vom 04.07.2020 bis 08.08.2020 zurück. Grund für die Maßnahme: der Nachweis von Listerien. Verkauft wurde der Käse bei Coop und in Käsefachgeschäften.

Konsum kann die Gesundheit gefährden

Den Angaben zufolge hat die Molkerei Gstaad das betroffene Produkt nach dem Nachweis umgehend aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet sowie das Kantonale Laboratorium Bern und das BLV über die Kontamination mit Listerien informiert.

„Der Konsum dieses Produktes kann die Gesundheit gefährden“, warnt das BLV. „Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV empfiehlt, das betroffene Produkt nicht zu konsumieren.“

Bei schweren Symptomen zum Arzt

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Listerien sind Bakterien, die die Krankheit „Listeriose“ auslösen können. Bei gesunden Erwachsenen mit intaktem Immunsystem verläuft die Infektion in den meisten Fällen unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall, erklärt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Webseite.

Doch bei bestimmten Risikogruppen wie immungeschwächten oder älteren Personen sowie Kindern kommen manchmal auch schwere, teils tödlich verlaufende Formen der Listeriose vor. „Während der Schwangerschaft kann eine Listerien-Infektion zu einer Fehlgeburt führen oder das Kind kann mit einer Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung geboren werden“, erläutert das BLV.

Wer das vom Rückruf betroffene Produkt verzehrt hat und schwere oder anhaltende Symptome entwickelt, sollte am besten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. (ad)

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