Tausende pflegende Angehörige in Bayern stehen nach eigenen Angaben vor Kollaps

Tausende pflegende Angehörige in Bayern sehen sich am Rande der Erschöpfung oder darüber hinaus. Das zeigen Zahlen aus dem Barmer-Pflegereport, über die der „Münchner Merkur“ vorab berichtet. Demnach steht jede 14. Person im Freistaat, die heute Angehörige zuhause pflegt, kurz davor, diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen niederzulegen. Die Krankenkasse stellt ihren Pflegereport 2018 für Bayern am Dienstag in München vor.

Der Untersuchung zufolge erklärten außerdem 6,6 Prozent der pflegenden Angehörigen im Freistaat, nur mit mehr Unterstützung weiter pflegen zu wollen. Knapp ein Prozent möchte dies sogar unter keinen Umständen länger tun.

Rund 70 Prozent der Alten und Kranken werden zu Hause versorgt

Allein in Bayern sind damit nach Hochrechnung der Barmer etwa 21.000 pflegende Angehörige am Ende ihrer Kräfte und stehen kurz davor, aufzugeben. Fast 60 Prozent der Befragten wünschten sich weniger Bürokratie und mehr Transparenz bei der Beantragung von Leistungen.

Rund 70 Prozent der Alten und Kranken oder 2,59 Millionen der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Davon wurden 1,76 Millionen allein durch Angehörige betreut. Weitere 830.000 lebten ebenfalls in Privathaushalten, wurden jedoch zusammen mit oder vollständig durch ambulante Pflegedienste gepflegt. 24 Prozent oder rund 818.000 Pflegebedürftige wurden in Pflegeheimen vollstationär betreut.

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