Top-Virologe besorgt über aktuelle Lage: Drosten erwartet sehr komplizierte erste Jahreshälfte

Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland weiterhin fest im Griff. Das Niveau der Neuinfektionen und der Todesfälle bleibt erschreckend hoch – trotz Impfstart. Inzwischen haben sich die Bundesländer offenbar auf eine Verlängerung des Lockdowns geeinigt. Top-Virologe Drosten erwartet eine „sehr komplizierte“ erste Jahreshälfte. Alles Wichtige zur Coronavirus-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Coronavirus-Pandemie an Neujahr 2021

  • Virologe Drosten erwartet "sehr komplizierte" erste Jahreshälfte (07.07 Uhr)
  • Söder kritisiert EU bei Impfstoff-Beschaffung scharf (22.24 Uhr)
  • Fast 12.000 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert steigt deutlich (21.21 Uhr)
  • Bericht: Bundesländer einigen sich auf Lockdown-Verlängerung (18.22 Uhr)

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Polizei löst Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern auf

09.18 Uhr: In einer Freikirche im ostwestfälischen Herford hat die Polizei mitten in der Corona-Pandemie einen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst. Bei der Messe am Samstagabend trugen die Gläubigen keine Mund-Nasen-Bedeckung und sangen, wie ein Sprecher am Sonntagmorgen mitteilte. Die Gäste und den Veranstalter erwarteten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, hieß es. 

Virologe Drosten erwartet "sehr komplizierte" erste Jahreshälfte

07.07 Uhr: Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, erwartet in der Corona-Krise für 2021 herausfordernde erste sechs Monate. "Ich schaue schon optimistisch auf das neue Jahr, aber ich glaube, dass die erste Jahreshälfte sehr kompliziert werden wird, sagte Drosten der "Berliner Morgenpost". Er gehe davon aus, "dass ab der zweiten Jahreshälfte eine Entspannung eintreten könnte, aber nur, wenn man es schafft, ganz viele Personen in den ersten sechs Monaten zu impfen".

Für das nächste halbe Jahr sagte Drosten sehr kontroverse Diskussionen über das richtige Vorgehen voraus. "Wir werden in eine Situation kommen, wo wir große Teile der Risikogruppen geimpft haben und es dann Kräfte geben wird, die sagen, dass es jetzt keinen Grund mehr gibt für Einschränkungen. Letzteres wird allerdings eine Fehleinschätzung sein, denn wir dürfen grundsätzlich keine sehr hohe Inzidenzen zulassen. Auch nicht bei den Jüngeren."

Zur Kritik am Vorgehen bei der Impfstoffbeschaffung sagte Drosten, es sei "jetzt praktisch unmöglich, das im Nachhinein zu bewerten". Die EU habe den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen müssen und zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gewusst, "ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde". Der Wissenschaftler verwies darauf, dass nach dem Biontech-Impfstoff nun in Großbritannien der AstraZeneca-Impfstoff bereits zugelassen sei. "Da sollte man in der EU ganz schnell hinterherkommen, denn dieser Impfstoff kann auch in normalen Arztpraxen geimpft werden. Bei diesem Impfstoff hat man nicht die besondere Kühlpflicht."

Mit Blick auf die Diskussion über eine Verlängerung des Lockdowns in Deutschland sage der Virologe, angesichts einer geringeren Zahl an Test über die Feiertage lägen derzeit keine belastbaren Daten vor. der Anteil der positiven Tests zeige jedoch, "dass die Zahlen derzeit nicht nach unten gehen. Das ist nicht gut". Erst Mitte Januar könne gesagt, werden, ob der Lockdown bis in den Februar hinein verlängert werden müsse. dpa/Markus Schreiber/AP POOL/dpa Der Virologe Christian Drosten.

CNN-Bericht: Talkmaster Larry King mit Covid-19 in Klinik

05.17 Uhr: Der legendäre amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist einem Medienbericht zufolge an Covid-19 erkrankt und muss stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der 87-jährige TV-Star sei schon vor gut einer Woche in die Klinik in Los Angeles gebracht worden, berichtete sein langjähriger Arbeitgeber CNN am Samstag unter Berufung auf das Umfeld der Familie. Seine drei Söhne könnten King wegen der Infektionsschutzregeln derzeit nicht besuchen. Über die Schwere seiner Erkrankung war zunächst nichts bekannt.

King wurde mit seiner Show "Larry King Live" bekannt, die von 1985 bis 2010 bei CNN zu sehen war. Sein praktisch immer gleiches Outfit mit Hornbrille, Hemd und Hosenträgern wurde zu seinem Markenzeichen. In der Sendung interviewte der vielfach ausgezeichnete Journalist Hollywoodstars, Sportler, Topmanager und Spitzenpolitiker, darunter der russische Kreml-Chef Wladimir Putin und US-Präsidenten von Gerald Ford bis Barack Obama. dpa/Albin Lohr-Jones / Pool/epa/dpa

Tierschutzbund: Pandemie droht Finanznot der Tierheime zu verschärfen

Sonntag, 03. Januar 2021, 02.12 Uhr: Die Corona-Pandemie droht dem Deutschen Tierschutzbund zufolge die Finanznot vieler Tierheime zu verschärfen. Ursache dafür sei vor allem der Einnahmeausfall durch den Wegfall von Spendenveranstaltungen. "Nach unserer Kenntnis müssen die Tierheime, die uns angeschlossen sind, etwa 60 Millionen (Euro) Mindereinnahmen verkraften", sagte der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder, der "Welt am Sonntag". Die Vereine und 550 vereinsgeführten Tierheime des Tierschutzbundes in Deutschland finanzieren sich anders als kommunal geführte Einrichtungen vorrangig aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

"Nach jetziger Lage wird die Summe eher noch größer, denn auch für das Frühjahr 2021 ist abzusehen, dass es kaum Besserungen gibt", so Schröder weiter. Bereits vor der Corona-Krise habe etwa die Hälfte der Tierheime um ihre Existenz gekämpft. Dass die Bundesregierung die Tierheime und ihre Trägervereine in diesem Jahr mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützen wolle, sei zwar ein ermutigendes Signal. Die Summe werde für die chronisch unterfinanzierten Tierheime aber nicht reichen.  

„Zu wenig bestellt und auf die falschen Hersteller gesetzt“: Söder kritisiert EU bei Impfstoff-Beschaffung scharf

22.24 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Europäische Kommission scharf für das Impfstoff-Beschaffungsverfahren kritisiert. „Man hat bei der EU-Kommission wohl zu bürokratisch geplant: zu wenig von den richtigen bestellt und zu lange Preisdebatten geführt“, sagte Söder zu „Bild am Sonntag“. „Ob dies angesichts der epochalen Bedrohung vorausschauend war, zeigt sich jetzt im Vergleich mit anderen Regionen der Welt.“

Offenkundig sei das europäische Ankaufverfahren unzureichend gewesen, die EU habe „zu wenig bestellt und auf die falschen Hersteller gesetzt“, so Söder weiter. „Es ist schwer zu erklären, dass ein sehr guter Impfstoff in Deutschland entwickelt, aber woanders schneller verimpft wird.“

Angesichts der aktuellen Lage fordert der CSU-Chef nun eine deutliche Nachbesserung. „Alle Verfahren müssen massiv beschleunigt werden: die Bestellung und Produktion von Impfstoff auch mit nationalen Kapazitäten. Zudem die schnellere und trotzdem gründlich geprüfte Zulassung von neuen Impfstoffen ähnlich wie in Großbritannien.“ Wenn möglich, soll Impfstoff nach Söders Wunsch „sogar in Lizenz bei anderen Firmen in Deutschland“ hergestellt werden. Außerdem brauche es mehr Planungssicherheit im Prozess. „Es ist schwierig, dass wir in Deutschland nur die Hälfte der gelieferten Impfdosen verimpfen dürfen, weil die Sorge besteht, für die Auffrischung keinen weiteren Impfstoff mehr zu bekommen.“

Fast 12.000 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert steigt deutlich

21.21 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer vom Samstag 11.937 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der positiv getesteten Menschen seit Pandemiebeginn auf 1.765.821. Besonders stark war der Anstieg am Samstag in Bayern (+2400) und Nordrhein-Westfalen (+1798). Sven Hoppe/dpa

Seit Pandemiebeginn sind 34.291 Menschen an den Folgen einer Viruserkrankung gestorben (+344 am Samstag). Laut Robert Koch-Institut sind 1.368.100 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, inzwischen wieder genesen. Somit liegt die Zahl der aktiven Fälle derzeit bei 353.300.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 243.892 (+1163), 4924 Todesfälle (+31)
  • Bayern: 331.155 (+2400), 6816 Todesfälle (+50)
  • Berlin: 98.109 (+460), 1285 Todesfälle (+8)
  • Brandenburg: 47.206 (+573), 1153 Todesfälle (+28)
  • Bremen: 13.718 (+10), 202 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 37.539 (+242), 658 Todesfälle (+5)
  • Hessen: 139.298 (+2791), 2917 Todesfälle (+27)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 12.457 (+94), 177 Todesfälle (+4)
  • Niedersachsen: 109.990 (+516), 2015 Todesfälle (+10)
  • Nordrhein-Westfalen: 398.669 (1798), 1701 Todesfälle (+70)
  • Rheinland-Pfalz: 73.921 (+544), 1466 Todesfälle (+13)
  • Saarland: 20.620 (+139), 475 Todesfälle (+6)
  • Sachsen: 138.000 (+1378), 3331 Todesfälle (+44)
  • Sachsen-Anhalt: 31.848 (+808), 701 Todesfälle (+22)
  • Schleswig-Holstein: 25.529 (+293), 443 Todesfälle (+7)
  • Thüringen: 43.870 (+597), 1027 Todesfälle (+15)

Gesamt (Stand 02.01.2021, 21.03 Uhr): 1.765.821 (+11.937), 34.291 Todesfälle (+344)

Vortag (Stand 01.01.2021, 20.35 Uhr): 1.753.884 (+18.645), 33.947 Todesfälle (+503)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund ca. 1.368.100

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 353.300

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,15 (Vortag: 0,74)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5726 (+128)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 3129 (+18)

Der R-Wert stieg am Samstag deutlich, von 0,74 auf 1,15. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass das RKI am Neujahrstag keinen Situationsbericht und damit keinen R-Wert veröffentlicht hat.

Coronavirus-Variante breitet sich immer mehr in Dänemark aus

19.37 Uhr: Die neue Coronavirus-Variante B.1.1.7 breitet sich in Dänemark immer weiter aus. Wie das dänische Gesundheitsministerium am Samstag erklärte, wurde die Variante dort inzwischen bei 86 Personen nachgewiesen.

Laut dem „Statens Serum Institute“, eine Forschungseinrichtung des dänischen Gesundheitsministeriums, waren 2,3 Prozent aller untersuchten Proben in der Kalenderwoche 52 positiv auf die Virusvariante getestet worden. Das Institut wies allerdings darauf hin, dass die Forscher nur 11 Prozent aller entdeckten Neuinfektionen in Dänemark untersucht haben und damit bereits im Ländervergleich einen vorderen Platz belegen.

Die tatsächliche Zahl der mit dem neuen Virustyp infizierten Personen dürfte also höher sein. In Deutschland wurden dem RKI vereinzelt Fälle dieser Variante übermittelt.

Bericht: Bundesländer einigen sich auf Lockdown-Verlängerung – doch es gibt Uneinigkeit beim Endtermin

18.22 Uhr: Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, haben sich die Chefs der Staatskanzleien am Samstagnachmittag in einer Telefonschalte zur Vorbereitung des kommenden Corona-Gipfels auf eine Verlängerung des Lockdowns geeinigt. Unklarheit besteht laut Bericht jedoch noch darüber, ob der Lockdown um zwei oder um drei Wochen verlängert werden soll.

Nach "FAS"-Informationen fordern die besonders hart von der Corona-Pandemie getroffenen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen eine Verlängerung bis 31. Januar. Andere Bundesländer neigten wiederum dazu, früher neu zu entscheiden. Dazu zählen etwa Bremen, Hamburg und Hessen. Der Bund unterstütze die vorsichtigere Variante, heißt es in dem Bericht weiter.

Ähnlich umstritten waren dem Bericht nach die Trennlinien bei Schulen und Kindergärten. Während die stark betroffenen Länder sie weiter geschlossen halten wollen, überlegen wohl die weniger stark betroffenen, Kindergärten und Schulen bis zur siebten Klasse ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. In höheren Klassen soll dann Wechsel- oder Distanzunterricht gehalten werden.

Laut "FAS" bestehe die Möglichkeit, dass die einzelnen Länder ab dem 11. Januar selbst entscheiden, wie sie vorgehen wollen. Moritz Frankenberg/dpa

Italiens Skigebiete dürfen ab 18. Januar wieder loslegen

17.42 Uhr: Italiens Wintersportgebiete dürfen nach einer langen Corona-Sperre ihre Ski-Lifte ab dem 18. Januar wieder für Freizeitsportler öffnen. Eine entsprechende Anordnung gab Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag in Rom heraus. Ursprünglich war der Neustart der Wintersportsaison schon nach der ersten Januarwoche vorgesehen gewesen.

Viele betroffene Regionen und Provinzen hatten jedoch um eine Verschiebung gebeten. Sie bräuchten mehr Zeit, um die Gesundheitsregeln in Pandemiezeiten anzupassen. Dabei geht es etwa darum, wie voll Lifte und Gondeln besetzt sein dürfen, um die Sicherheit vor Ansteckungen zu gewährleisten. Die Regierung in Rom hatte den Saisonstart wegen der zweiten Corona-Welle 2020 gestoppt. Der Wintersporttourismus ist in dem Alpenland ein Milliardengeschäft. Betroffene Unternehmen und Verbände hatten den 18. Januar als "letztmöglichen Zeitpunkt" bezeichnet.

Italien mit seinen 60 Millionen Einwohnern ist von der Pandemie bereits in zwei Wellen hart getroffen worden. Am Samstag zählten die Behörden dort fast 12.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden und 364 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der offiziellen Covid-Toten liegt knapp unter 75.000.

57.700 Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden: Erneut Höchstwert bei Neuinfektionen in Großbritannien

17.25 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Großbritannien hat am Samstag erneut einen Rekordwert erreicht. Mehr als 57.700 Fälle wurden innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums in dem Land gemeldet, so viele wie noch nie zuvor. Gleichzeitig wurden 445 neue Todesfälle registriert. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt landesweit inzwischen bei knapp 400. Der Wert stammt vom 28. Dezember.

Viele der Neuinfektionen werden auf eine neue, womöglich noch ansteckendere Virusvariante zurückgeführt, die besonders in London, sowie dem Südosten und Osten Englands grassiert.

Krankenhäuser in London kommen Berichten zufolge an ihre Kapazitätsgrenzen. Patienten werden demnach auf Fluren untergebracht oder müssen stundenlang in Krankenwagen warten, bis ein Bett frei wird. Der Präsident des britischen Ärzteverbands "Royal College of Physicians", Andrew Goddard, riet Kliniken landesweit, sich auf ähnliche Verhältnisse vorzubereiten. "Diese neue Variante ist definitiv ansteckender und breitet sich im ganzen Land aus", sagte er der BBC.

Coronavirus-Pandemie: Münchner OB gegen Oktoberfest "light"

17.04 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hält ein Oktoberfest 2021 in abgespeckter Form mit Einlassbeschränkungen oder halb so vielen Tischen für undenkbar. "Ich kann mir keine Wiesn light vorstellen oder eine Wiesn, bei der ich Abstände einhalten soll", sagte der Kommunalpolitiker dem "Münchner Merkur" (Samstag) vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. "Eine Wiesn light wird’s nicht geben", betonte Reiter. imago images/Sven Simon Wird die Wiesn 2021 so stattfinden, wie wir es gewohnt sind? Nicht, wenn es nach dem Münchner OB Dieter Reiter geht.

"Da kann ich gleich eine Wiesn mit Alkoholverbot machen". Erfahrungsgemäß hielten sich Menschen nach zünftigem Alkoholkonsum nicht mehr an Abstände. Eine abgespeckte Version würde zudem das Image und die Einmaligkeit des Oktoberfestes dauerhaft beschädigen. Da sei er sich mit Wirten, Brauereien und Schaustellern einig, erklärte Reiter der Zeitung.

Wegen der Corona-Pandemie war das Oktoberfest im vergangenen Jahr abgesagt worden. Ob es 2021 eine Wiesn gibt, ist offen. Die Entscheidung müsse aber spätestens im Juni fallen.

Spanische Polizei löst große Rave-Party bei Barcelona auf

16.54 Uhr: In der Nähe von Barcelona haben trotz nächtlicher Corona-Ausgangssperre Hunderte Menschen in einer Lagerhalle eine tagelange Rave-Party gefeiert. Auf Videobildern war zu sehen, wie die Menschen unter einem großen Totenkopf ohne Masken tanzten. Die Polizei löste die Massenfeier erst 36 Stunden nach den ersten Anrufen besorgter Anwohner auf, wie die Zeitung "La Vanguardia" am Samstag berichtete.

Anwohner hätten berichtet, dass zeitweise bis zu 1000 Menschen an der Party in der Kleinstadt Llinars de Vallès etwa 40 Kilometer nordwestlich der Touristenmetropole Barcelona teilgenommen hätten. Vor dem Gebäude hätten etwa 200 Fahrzeuge auch mit ausländischen Nummernschildern gestanden.

Anwohner berichten, die Party habe eigentlich bis zum 4. Januar andauern sollen, schrieb die Zeitung weiter. Die Polizei habe die Menschen vor der Räumung mehrmals vergeblich aufgefordert, das Gelände zu räumen. Die Regionalregierung kündigte eine Untersuchung an, warum erst so spät reagiert worden sei. Zudem werde ermittelt, wer die Party organisiert habe. Ihnen drohen Bußgelder von bis zu 600.000 Euro.

Ärztepräsident: Coronavirus-Lockdown-Verlängerung "sicherlich bis Anfang Februar"

15.19 Uhr: Vor dem Bund-Länder-Treffen am Dienstag werden Rufe nach einer Verlängerung des Corona-Lockdowns lauter. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sprach sich in der "Bild"-Zeitung für einen längeren Lockdown aus: "Das wichtigste ist, dass man den Menschen klarmacht, dass wir jetzt noch vor zwei, drei, vier Monaten stehen, die Anstrengungen von allen erfordern." Schließlich stünden die Krankenhäuser am Rand der Überlastung: "Die rein numerischen Kapazitäten sind zu über 90 Prozent ausgelastet". Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralb

Weiter sagte Reinhardt er sei sich "eigentlich ziemlich sicher", dass man beim Bund-Länder-Treffen am Mittwoch die Verlängerung des Lockdowns beschließen werde. "Sicherlich bis Anfang Februar, also nochmal vier Wochen" würden die Schließungen von Schulen, Kitas und zahlreichen Geschäften fortgesetzt, so der Mediziner.

Reinhardt ergänzte, er sehe Nachholbedarf beim Schutz der Alten- und Pflegeheime. Die Menschen dort würden "definitiv nicht" gut genug geschützt. Zu oft gebe es etwa Fälle, in denen mobile Impf-Teams vor dem Einsatz in Heimen nicht getestet würden.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, geht von einer Verlängerung umfassenden Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus aus. Er rechne damit, dass der Januar noch in einem Lockdown durchgehalten werde müsse, sagte er im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder beraten am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen.

 

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