Weltweit Marke von 15.000.000 Fällen geknackt – mehr als 500 Neuinfektionen in Deutschland

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 15 Millionen Menschen haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert, 202.950 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Kalifornien hat mehr Corona-Fälle als New York (7.08 Uhr) +++ Weltweit Marke von 15.000.000 Fällen geknackt – mehr als 500 Neuinfektionen in Deutschland (20.37 Uhr) +++ Mindestens zehn Corona-Infektionen nach Abend in Berliner Lokal (17.10 Uhr)

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Australischer Bundesstaat zahlt Verdachtsfällen Geld für Selbstisolation

08.42 Uhr: Im australischen Bundesstaat Victoria erhalten Menschen, die während sie auf ihr Corona-Testergebnis warten, es sich aber nicht leisten können, Krankenurlaub zu nehmen, jetzt einen staatlichen Zuschuss. Das berichtet der britische „Guardian“. Demnach habe der Bundesstaat angekündigt, den Betroffenen eine Pauschale von 300 australischen Dollar zu zahlen. Das sind rund 185 Euro.

Victorias Premierminister Daniel Andrews sagte, dass der Bundesstaat Schwierigkeiten habe, das Virus einzudämmen, weil viele Menschen trotz Symptomen weiter zur Arbeit gingen. Mit dem staatlichen Zuschuss hätten sie keine Ausrede mehr, sich nicht zu isolieren.

Laut „Guardian“ verzeichnete Victoria zuletzt mit 403 Neuinfektionen den dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Lauterbach dämpft Hoffnung auf Corona-Impfstoff: "Die meisten scheitern in Phase 3"

07.57 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff im Gespräch mit dem "Deutschlandfunk" gedämpft. Dem Hörfunksender sagte er: "Es gibt vier Impfstoffe, die relativ weit sind, zwei RNA-Impfstoffe und zwei mit einem Adenovirus. Die sind quasi alle vor der Phase-3-Testung, wo ich dann Menschen untersuche, ob sie sich infizieren oder nicht." Und weiter: "Jetzt kommt aber die schlechte Nachricht. Das ist die Phase, die Phase 3, wo die allermeisten Impfstoffe scheitern." dpa/Kay Nietfeld/dpa SPD-Politiker Karl Lauterbach.

Man wisse inzwischen zwar, dass es bei einigen Präparaten eine Immunantwort gebe. Ob man damit allerdings dauerhaft eine Infektion vermeiden könne, sei derzeit noch offen. Lauterbach hält es für "durchaus möglich, dass wir, wie bei anderen Corona-Viren, keinen Impfstoff bekommen". Der Gesundheitsexperte weist zudem darauf hin, dass hierzulande die Testkapazitäten nicht ausgenutzt würden. Das bemängelt der SPD-Politiker: Denn mit einer regelmäßigen Corona-Kontrolle von Berufsgruppen wie Lehrern oder Pflegekräften könne man eine Menge bewirken.

Tests für Reiserückkehrer befürwortet Lauterbach. Dem "Deutschlandfunk" sagte er: " Ich glaube, wir sind sonst im Blindflug unterwegs." Gerade jüngere Reisende könnten im Urlaub den Sicherheitsabstand nicht immer einhalten, auch ihre Masken würden sie nicht immer tragen, wenn es notwendig sei. 

TOP-NEWS: Kalifornien hat mehr Corona-Fälle als New York

07.08 Uhr: Noch bis vor kurzem galt New York als der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat – nun hat Kalifornien den Ostküstenstaat  überholt. Wie Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, stieg die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in dem Bundesstaat um einen Rekordwert von mehr als 12.800 auf insgesamt 413.576. Dies waren rund 4700 Infektionsfälle mehr als seit Beginn der Pandemie in New York gezählt wurden. 

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, schnellte in Kalifornien in die Höhe. Nach Angaben von Newsom befanden sich am Montag insgesamt 7000 Corona-Patienten in stationärer Behandlung, mehr als 2000 lagen demnach auf der Intensivstation. 

Bei den Todesfällen führt New York die US-Statistik dagegen weiter an: Mehr als 25.000 Menschen in dem Bundesstaat starben an den Folgen einer Corona-Infektion, in Kalifornien waren es 7870. Zwischen Dienstag und Mittwoch gab es in dem Westküstenstaat nach Behördenangaben 115 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 

Kalifornien ist der bevölkerungsreichste Bundesstaat in den USA und hat mit 40 Millionen Einwohnern fast doppelt so viele Einwohner wie New York. Gouverneur Newsom sagte am Mittwoch, der drastische Anstieg bei den Infektionsfällen sei vermutlich auf die Öffnung wesentlicher Teile der Wirtschaft zurückzuführen. Die vielen Neuinfektionen seien eine Erinnerung daran, welche "massiven Auswirkungen das Virus nach wie vor hat". 

Ärztepräsident für Corona-Testzentren an Flughäfen

04.26 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich für die Einrichtung von Corona-Testzentren an Flughäfen ausgesprochen. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Reinhardt begrüßte, dass sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz auf eine entsprechende Linie geeinigt hatten. An diesem Freitag wollen die Fachminister weiter beraten. Ein Gesamtpaket soll dann auch formal beschlossen werden.

Reinhardt sagte: "Der aktuelle, erneute Anstieg der Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern zeigt, wie schnell auch bei uns die Pandemie wieder aufflammen kann." Darauf müsse Deutschland sich vorbereiten. "Testzentren an Flughäfen können helfen, eine zweite Corona-Welle nach den Sommerferien zu verhindern", sagte Reinhardt. "Jeder, der aus einem Corona-Hotspot zurückkommt, sollte sich testen lassen", so der Ärztepräsident. Das sei zwar nur eine Momentaufnahme. Aber es gelte, die Infektionsketten so früh wie möglich zu unterbrechen.

Neuer Höchststand bei täglichen Corona-Todesfällen in Südafrika

03.31 Uhr: Südafrika hat einen Rekordanstieg bei den Todesfällen durch das neuartige Coronavirus gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden seien 572 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Corona-bedingten Todesfälle seit Pandemie-Beginn in dem Land auf 5940. 

Südafrika ist das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land auf dem afrikanischen Kontinent. Gemessen an den Infektionszahlen gehört es auch zu den fünf am schwersten betroffenen Ländern weltweit. Nach offiziellen Angaben haben sich in Südafrika bereits fast 395.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Besonders schwer betroffen ist die bei Touristen beliebte Provinz Westkap. 

68.000 Neuinfektionen: Brasilien mit Infektionsrekord

Donnerstag, 23. Juli, 03.10 Uhr: Die Zahl der täglichen Infektionen mit dem Coronavirus hat in Brasilien einen neuen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend (Ortszeit) 67.860 neue Fälle binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2.227.514 Fälle registriert. Mindestens 82.771 Menschen starben bislang im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19.

TOP-NEWS: 15 Millionen Corona-Fälle weltweit – mehr als 500 neue positive Tests in Deutschland

20.36 Uhr: Die Zahl der neuen positiven Corona-Tests in Deutschland betrug am Mittwoch 508. Damit gab es nun mittlerweile 202.950 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten hierzulande stieg um 4 auf 9069. Der R-Wert sank von 1,04 auf 0,89. Weltweit gibt es mittlerweile mehr als 15.000.000 positive Tests. Die USA streben unaufhaltsam auf die Marke von 4 Millionen Fällen zu, Brasilien liegt schon über 2 Millionen, Indien inzwischen bei knapp 1,2 Millionen bestätigten Infektionen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.647 (1838 Todesfälle)
  • Bayern: 49.958 (2615 Todesfälle)
  • Berlin: 8859 (222 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3525 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1730 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5250 (230 Todesfälle)
  • Hessen: 11.458 (515 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 815 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.078 (648 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 46.367 (1717 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7365 (238 Todesfälle)
  • Saarland: 2809 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5499 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1975 (62 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3292 (155 Todesfälle)
  • Thüringen: 3325 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 22.07.2020, 20.35 Uhr): 202.950 (9069 Todesfälle)

Vortag (Stand 21.07.2020, 20.05 Uhr): 202.442 (9065 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 188.600.

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 5285.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,89 (Stand 22.07.20)

Gesundheitsminister wollen Corona-Tests für Reiserückkehrer direkt am Flughafen

17.34 Uhr: Wer aus sogenannten Risikogebieten im Ausland einreist, soll künftig unmittelbar nach der Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an deutschen Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Eine entsprechende Empfehlung beschlossen die Gesundheitsminister der Bundesländer nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz.

TOP-NEWS: Mindestens zehn Corona-Infektionen nach Abend in Berliner Lokal

17.10 Uhr: Nach einem Abend in einem Lokal direkt unter dem Berliner Fernsehturm sind mindestens zehn Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen seien teils Berliner, teils Menschen aus anderen Städten, teilte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel am Mittwochnachmittag mit. Gesucht würden jetzt weitere Menschen, die am 10. Juli abends im "Restaurant (Indoor Bar) Mio Berlin" in der Panoramastraße waren, hieß es.

Wer sich zwischen 21.00 Uhr und 3.00 Uhr des Folgetages dort aufgehalten habe, werde gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt Berlin-Mitte oder dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, hieß es. Vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr hatte es ähnliche Aufrufe von Berliner Bezirken nach entdeckten Infektionen bei Clubbesuchern gegeben. Teilweise waren so Dutzende weitere Fälle entdeckt worden.

USA geben Großbestellung für potenziellen Corona-Impfstoff auf

13.40 Uhr: Im Kampf gegen Corona hat die US-Regierung einen großen Deal eingefädelt. Die US-Gigant Pfizer und das deutsch Biopharma-Unternehmen Biontech gaben den Abschluss einer Vereinbarung für bis zu 600 Millionen Dosen eines Impfstoffkandidaten mit dem US-amerikanischen Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste und dem Verteidigungsministerium bekannt.

Bei der Genehmigung oder Zulassung durch die Gesundheitsbehörde FDA, wird die US-Regierung den Unternehmen nach Erhalt der ersten 100 Millionen Dosen 1,95 Milliarden US-Dollar zahlen. Die US-Regierung hat die Möglichkeit, bis zu 500 Millionen weitere Dosen zu erwerben.

Mehrere Mitarbeiter von Döner-Imbiss in Kiel infiziert – Stadt kontaktiert 400 Gäste

13.50 Uhr: In einem Döner-Imbiss in Kiel haben sich mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte die Stadt am Mittwoch. Wie der "NDR" berichtet, lebten zwei der infizierten Personen in Kiel, weitere Infizierte lebten in Plön, Pinneberg und Hamburg.

Nach "NDR"-Informationen sind sechs Mitarbeiter infiziert. Das Gesundheitsamt hat außerdem insgesamt 400 registrierte Gäste als mögliche weitere Kontaktpersonen ermittelt. Sie alle wurden kontaktiert.

Wie eine Sprecherin der Stadt Kiel mitteilte, hat der Betreiber den Imbiss bereits nach Auftreten der ersten Fälle geschlossen. Von einem Verstoß gegen die Hygienevorschriften wird derzeit nicht ausgegangen.

Rehau wird zum Corona-Hotspot in Franken

13.21 Uhr: Neuer Corona-Hotspot in Bayern: Mit Massentests und geschlossenen Schulklassen will Rehau einen Corona-Ausbruch eindämmen. In der Kleinstadt im Landkreis Hof waren nach mehr als einem Monat ohne neue Infektionen innerhalb weniger Tage 15 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Der erste Covid-19-Fall sei ein Familienvater gewesen, sagte Landrat Oliver Bär (CSU) am Mittwoch. Bei zwei seiner Kinder sei das Virus ebenfalls nachgewiesen worden. Deshalb stehen auch zwei Schulklassen in Rehau unter Quarantäne.

"Bislang gibt es mit Ausnahme der Kinder des Familienvaters keine positiv Getesteten in der Schule», sagte Bär. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, können sich alle der knapp 10 000 Einwohner seit Mittwoch kostenlos an einer mobilen Teststation auf das neuartige Virus testen lassen. An drei Nachmittagen werden dort Abstrich gemacht. Zudem soll es Tests in den Seniorenheimen geben. dpa/Sven Hoppe/dpa/Symbolbild Eine Mitarbeiterin bereitet Proben von Menschen mit Covid-19 Verdacht für die weitere Analyse vor.

Die Behörden versuchen nun zu klären, ob der Vater tatsächlich der erste Infizierte in Rehau war und wo er sich angesteckt hat. "Wir ermitteln die Ansteckungswege. Abschließende Aussagen lassen sich dazu noch nicht treffen», sagte Bär.

Mit den 15 Fällen gilt der 95 000 Einwohner zählende Landkreis Hof bislang nicht als Corona-Risikogebiet. Als dieses gelten Regionen oder Orte, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen übersteigt oder große Unsicherheit über die tatsächliche Ausbreitung herrscht. Diese Risikogebiete benennt das Robert Koch-Institut (RKI).

Wegen Hinweis auf Maskenpflicht: Busfahrer in Oldenburg verprügelt

10.38 Uhr: Unbekannte Männer haben in Oldenburg einen Busfahrer angegriffen und verletzt, nachdem dieser sie auf die Einhaltung der Maskenpflicht hingewiesen hatte. Die Attacke ereignete sich am Donnerstagabend gegen 23 Uhr, wie der "NDR" berichtet. "Der Busfahrer ist von den beiden Männern zunächst beleidigt worden", zitiert der Sender Polizeisprecher Stephan Klatte. Und weiter: "Daraufhin hat er die Tür des Busses von innen zugemacht, um sie an die Polizei zu übergeben."

Die Männer sollen anschließend auf den Busfahrer eingeschlagen und die Tür gewaltsam geöffnet haben. Im Bus hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffes fünf weitere Fahrgäste aufgehalten, heißt es in dem Bericht weiter. Der Busfahrer habe durch den Vorfall eine Gehirnerschütterung erlitten, sei seitdem arbeitsunfähig. Gegen die Tatverdächtigen ermittelt die Polizei nun wegen Körperverletzung und Beleidigung. Aktuell sind sie jedoch noch nicht gefasst worden, laut "NDR" werte die Polizei aktuell das Videomaterial der Überwachungskameras aus.

Behörden in Baden-Württemberg sperren Badesee wegen Corona-Verstößen

10.30 Uhr: Die Stadt Löwenstein und die Gemeinde Obersulm in Baden-Württemberg haben den als Badesee beliebten Breitenauer See wegen Verstößen gegen Corona-Regeln gesperrt. Am vergangenen Wochenende sei der See überlaufen gewesen, viele Badegäste hätten die Abstandsregeln und die Maskenpflicht missachtet, teilten die Kommunen am Mittwoch zur Begründung mit.

Da die Kontrolle der Regeln durch die Polizei angesichts eines solchen Massenandrangs nicht leistbar sei, sei die Schließung des Sees per Allgemeinverfügung beschlossen worden. Diese tritt am Freitag in Kraft und gilt bis auf Weiteres.

Israel meldet Rekordwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus

10.21 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel ist so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 1977 Fälle gemeldet worden – ein Rekordwert. Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag gilt in dem Land als Marke für noch schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.

Mitte Mai hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in dem Land noch im zweistelligen Bereich gelegen. Nach raschen Lockerungen schnellen die Zahlen jedoch seit Ende Mai immer weiter in die Höhe. dpa/Ilia Yefimovich/dpa Eine Demonstrantin wird bei Protesten gegen den israelischen Ministerpräsidenten Bejanmin Netanjahu in der Nähe seiner offiziellen Residenz in Jerusalem weggetragen. Die Beamten nahm 34 Menschen vorläufig fest.

Gericht kassiert Corona-Regeln in Österreich ein

09.48 Uhr: In Österreich hat der Verfassungsgerichtshof einzelne Aspekte der Corona-Beschränkungen für gesetzwidrig erklärt. Die Ausgangsbeschränkungen seien teilweise nicht durch das Covid-19-Gesetz gedeckt gewesen, entschied das Gericht am Mittwoch. "Dieses Gesetz bietet keine Grundlage dafür, eine Verpflichtung zu schaffen, an einem bestimmten Ort, insbesondere in der eigenen Wohnung, zu bleiben."

Zwar dürfe das Betreten von bestimmten Orten untersagt werden. Eine Pflicht zu Hause zu bleiben, könne aber nicht auf dieser Grundlage verhängt werden. Die Regierung von ÖVP und Grünen hatte mit Aufflammen der Coronakrise Mitte März das Verlassen der Wohnung nur aus triftigem Grund erlaubt.

Die Richter monierten auch die Kriterien zur stufenweisen Wiederöffnung der Geschäfte. Die Verordnung, mit der Mitte April die Öffnung von Bau- und Gartenmärkten sowie kleiner Geschäfte mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche erlaubt wurde, sei eine Ungleichbehandlung zum Nachteil größerer Geschäfte. Aus Sicht des Gerichts erfolgte sie ohne erkennbare sachliche Rechtfertigung.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) versprach, die Sicht des Gerichts werde umfassend "in unserer zukünftigen Arbeit beachtet". Die Frage der Auswirkung auf laufende Verfahren sowie bereits ausgesprochene Strafen würden geprüft.

TOP-NEWS: New York kämpft mit drastischem Schritt gegen zweite Corona-Welle

07.56 Uhr: New York hat das Coronavirus bereits einmal erfolgreich bekämpft – nun kämpft man dort mit drastischen Maßnahmen gegen eine zweite Welle. Der Großteil von Aktivitäten in geschlossenen Räumen wurde verboten. Daneben gilt nun eine Beschränkung für Reisende aus 31 der 50 US-Bundesstaaten. Auch Gäste aus zehn weiteren Regionen, darunter Alaska, Washington und Virginia müssen künftig bei Ankunft in New York 14 Tage in Quarantäne gehen. Wer dagegen verstößt, dem droht eine saftige Strafe von 2000 Dollar.

Vanessa Carvalho/ZUMA Wire/dpa New York: Eine Frau mit Mundschutz geht vor dem Metropolitan Museum of Art über die Straße.

Konzern arbeitet an 2,50-Euro-Impfstoff gegen Coronavirus

06.19 Uhr: Der Pharmakonzern AstraZeneca plant, bis Ende des Jahres einen Coronavirus-Impfstoff auf den Markt zu bringen. Dieser soll weltweit "zum Selbstkostenpreis" erhältlich sein, wie der Chef des Unternehmens, Pascal Soriot, am Dienstag dem französischen Radiosender RTL sagte. Eine Einheit soll demnach für 2,50 Euro verkauft werden. "Unser Ziel ist es, den Impfstoff allen Menschen zugänglich zu machen", sagte Soriot.

Das Unternehmen hoffe, bis Ende des Jahres einen Impfstoff zu produzieren. "Vielleicht etwas früher, wenn alles gut geht", fügte Soriot hinzu.

Erst am Montag hatte eine Studie im Fachmagazin "The Lancet" große Hoffnungen in den gemeinsam von AstraZeneca und der britischen Universität Oxford entwickelten Impfstoff geweckt. Der Stoff erwies sich in den ersten beiden Testreihen als für die Probanden gut verträglich und sorgte für die Bildung von Antikörpern sowie für eine Immunisierung gegen die Lungenkrankheit Covid-19. 

Die Ergebnisse einer dritten Testphase werden im Herbst erwartet. Ist diese erfolgreich, kann der Stoff danach massenweise produziert und verabreicht werden. 

Unterdessen begann ein chinesischer Impfstoffhersteller am Dienstag mit der dritten Phase der Testung seines Wirkstoffes in Brasilien. Nach Angaben eines Arztes in einem Krankenhaus in Sao Paolo bekamen die ersten Freiwilligen den Impfstoff, dessen Wirksamkeit in den ersten zwei Phasen nachgewiesen wurde, wie "Lancet" berichtete.


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