Zahl der Masernfälle steigt

Das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg imRegierungspräsidium Stuttgart sowie das Niedersächsische Landesgesundheitsamtweisen darauf hin, dass jeweils steigende Zahlen von Maserninfektionenregistriert wurden.  In Niedersachsensogar schon mehr Fälle als im gesamten Vorjahr. Es wird dazu aufgerufen, denImpfstatus zu überprüfen und versäumte Impfungen nachzuholen.

Für das Jahr 2019 wurden bereits 30 Masern-Erkrankungen ausBaden-Württemberg ans LGA übermittelt, davon 13 Fälle seit Anfang März (Stand:8. März 2019). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es insgesamt zehnFälle, wie das LGA am heutigen Freitag mitteilt. In Niedersachsen wurden 2019bereits sogar mehr Fälle als im gesamten Vorjahr verzeichnet, nämlich 26 imVergleich zu 18 im 2018. 18 der Fälle stünden im Zusammenhang mit einemAusbruchsgeschehen im Landkreis Hildesheim. Bei den übrigen handele essich um Einzelfälle bzw. innerfamiliäre Übertragungen in anderen Landkreisen,heißt es aus dem dortigen Landesgesundheitsamt.

Von den aktuellen Masernfällen in Niedersachsen sindinsbesondere auch Erwachsene zwischen 20 und 50 Jahren (12 Fälle) betroffen. InBaden-Württemberg sind es Säuglinge, Kleinkinder, Jugendliche sowie Erwachseneim Alter bis 43 Jahre. In der Hälfte der Fälle (15) handele es sich umSchülerinnen und Schüler im Alter zwischen sieben und 18 Jahren so das LGA.

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„Weitere Erkrankungen können nur vermieden werden, wenn einausreichend hoher Impfschutz erreicht wird“, appelliert Sozial- undIntegrationsminister Manne Lucha an die Bürgerinnen und Bürger. „Prüfen SieIhren Masern-Impfstatus und holen Sie versäumte Impfungen nach.“ Wer bishernicht beziehungsweise nur einmal gegen Masern geimpft wurde, solle diefehlende Impfung dringend nachholen. Wer zweimal geimpft wurde oder einmalMasern hatte, sei in der Regel geschützt, so Lucha weiter.

Auch Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin CarolaReimann fordert zum Impfen auf: „Die aktuell aufgetretenen Masernfälle inNiedersachsen zeigen die große Bedeutung eines ausreichenden Impfschutzes inder Bevölkerung“, betont sie: „Ich rate daher allen Bürgerinnen und Bürgern,Ihren Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls Impfungen bei ihrem Hausarztnachzuholen.“

Nach Empfehlung derStändigen Impfkommission am Robert Koch- Institut sollten alle Menschen, dienach 1970 geboren sind, dafür Sorge tragen, dass sie gegen Masern geimpftwurden. Personen, bei denen keine dokumentierten Masernimpfungen (mindestens 2)durchgeführt wurden, sollten sich unbedingt auch im Erwachsenenalter nocheinmal gegen Masern impfen lassen, um einen Impfschutz zu erhalten.

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