Atemwegs-Bakterien wirken sich auf Asthma aus

Bei Kindern mit leichtem bis mittelschwerem Asthma wurde ein Zusammenhang zwischen der bakteriellen Besiedlung der oberen Atemwege und der Schwere der Asthmasymptome gefunden. In weiteren Versuchen soll nun geklärt werden, ob gezielte Veränderungen des Atemwegs-Mikrobioms für die Asthmatherapie geeignet sind.

Bei Kindern mit ersten Anzeichen für eine Verschlechterung ihres Asthmas wurden in den oberen Atemwegen häufiger Bakterien entdeckt, die mit anderen Krankheiten in Verbindung standen, etwa Staphylokokken, Streptokokken und Moraxella-Bakterien. Im Gegensatz dazu wurden in Zeiten ohne Asthmaanfälle mehr Corynebakterien und Bakterien aus der Gattung Dolosigranulum gefunden. Wenn sich diese Bakterienflora der guten Perioden zugunsten von Moxarella-Bakterien verschob, dann erhöhte sich das Risiko für eine Verschlechterung der Asthmaerkrankung.

Lassen sich Asthmaanfälle beeinflussen?

Die Forscher nehmen deshalb an, dass Veränderungen des Mikrobioms in den oberen Atemwegen eine wichtige Rolle für die Entstehung von Asthma-Ausbrüchen spielen könnten. Um das näher zu beleuchten, sind jetzt Tierversuche geplant, in denen untersucht werden soll, ob sich durch eine gezielte Beeinflussung des Atemwegs-Mikrobioms Asthmaanfälle provozieren oder verhindern lassen.

Mit Hilfe der Studie, an der 214 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren mit leichtem bis mittelschwerem Asthma teilgenommen hatten, sollte geklärt werden, ob die Inhalation mit einer höheren Dosis an Kortikosteroiden bei einer Verschlechterung der Erkrankung von Vorteil ist – was nicht der Fall war. Während der Studie waren auch Nasenschleimproben der Kinder gesammelt worden, woraus die Untersuchung der Mikrobiome der oberen Atemwege in unterschiedlichen Krankheitsstadien erfolgte.

ZOU

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